Alarmierende Ehec-Infektionen: Neun Kinder betroffen – Quelle unklar!

Alarmierende Ehec-Infektionen: Neun Kinder betroffen – Quelle unklar!
In Mecklenburg-Vorpommern stehen die Gesundheitsbehörden vor einer ernsten Herausforderung: Mehrere Kinder sind an einer EHEC-Infektion erkrankt. Aktuell wurden neun Fälle gemeldet, und die Untersuchungen laufen auf Hochtouren, um die Infektionsquelle zu ermitteln. Bislang konnten jedoch weder durch Labortests von Stuhlproben noch von Lebensmitteln Infektionsherde festgestellt werden, wie n-tv berichtet.
Betroffene Kinder sind im Alter von 1 bis 14 Jahren; darunter ist auch ein Verdachtsfall. Vier der erkrankten Kinder stammen aus Mecklenburg-Vorpommern, während fünf aus anderen Bundesländern kommen. Besonders alarmierend ist, dass fünf dieser Kinder ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) aufweisen und sich auf Intensivstationen befinden. Die Gesundheitsämter haben angekündigt, im Laufe des Nachmittags eine aktuelle Informationsmeldung herauszugeben.
Was ist EHEC?
EHEC steht für Enterohämorrhagische Escherichia coli, eine gefährliche Bakterienart, die vor allem bei Rindern vorkommt. Die Erreger sind in der Lage, lebensbedrohliche Erkrankungen wie schwerste Durchfallerkrankungen und das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS) auszulösen, was bei Kindern aufgrund ihres noch unreifen Immunsystems besonders riskant ist. Symptome solcher Infektionen können von wässrigem Durchfall über Übelkeit bis hin zu blutigem Durchfall und Fieber reichen, wie ndr.de erklärt.
Mit über 3.440 EHEC-Erkrankungen im Jahr 2023 und bereits rund 4.570 Fällen im Jahr 2024 hat sich die Situation bereits dramatisch entwickelt. Im laufenden Jahr 2025 wurden bis zum 27. August etwa 3.660 Fälle registriert. Diese steigenden Zahlen machen deutlich, wie wichtig es ist, bei der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln Vorsicht walten zu lassen.
Übertragungswege und Prävention
Wie genau die Übertragung der EHEC-Bakterien erfolgt, kann variieren. Sie können sowohl direkt von Tieren auf Menschen als auch durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel, beispielsweise durch unzureichend gegartes Fleisch oder Gemüse, übertragen werden. Auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen via Schmierinfektionen sind möglich. Die Inkubationszeit beträgt meist drei bis vier Tage, mancherorts kann sie jedoch bis zu zehn Tage dauern.
Um eine Ansteckung zu vermeiden, sind hygienische Maßnahmen von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören das gründliche Händewaschen nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sowie das Kochen von Lebensmitteln auf mindestens 70 Grad Celsius. Gemüse und Obst sollten vor dem Verzehr gründlich gewaschen und gegebenenfalls geschält werden. Besonders für besonders empfindliche Personen wie Kinder unter fünf Jahren empfiehlt BfR, den Verzehr von Rohmilch und bestimmten anderen Lebensmitteln zu meiden.
Die aktuelle Situation erinnert uns daran, wie wichtig es ist, achtsam zu bleiben, wenn es um Lebensmittelhygiene geht. In diesem Sinne hoffen wir auf eine zügige Klärung der Fälle und die Genesung der betroffenen Kinder.