Archäologie-Kongress in Frankfurt (Oder): Gemeinsam in die Vergangenheit!
Archäologie-Kongress in Frankfurt (Oder) vom 8.-11. September 2025: Kooperation mit Polen zur Erforschung der Grenzregion.

Archäologie-Kongress in Frankfurt (Oder): Gemeinsam in die Vergangenheit!
In Frankfurt (Oder) hat am Montag, den 8. September 2025, der Archäologie-Kongress begonnen, der bis Donnerstag, den 11. September, andauern wird. Mit bis zu 250 Teilnehmern aus ganz Deutschland ist die Veranstaltung gut besucht. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel nicht ohne Grund auf diese Grenzstadt zu Polen, da hier die deutsch-polnische Zusammenarbeit in der Archäologie intensiviert werden soll. Dabei wird auch die Bedeutung der Grenzregion als archäologisches Forschungsgebiet hervorgehoben. RBB24 berichtet, dass ein Teil der Veranstaltungen im Collegium Polonicum in Słubice stattfinden wird.
Am Dienstag, dem 9. September, wird ein öffentlicher Abendvortrag des brandenburgischen Landesarchäologen, Prof. Dr. Franz Schopper, erwartet. Er wird über die archäologischen Forschungen zur Bronzezeit referieren. Neben Vorträgen sind auch Exkursionen geplant. So geht es am Donnerstag, den 11. September, zu einer Backsteinburg aus dem 14. Jahrhundert in Łagów sowie zum Archäologischen Museum in Zielona Góra und zu einem eisenzeitlichen Burgwall in Wicina. Diese Programmpunkte sind nicht nur für Fachleute, sondern auch für historisch interessierte Bürger von großem Interesse. Die Website des BLDAM hebt hervor, dass die Veranstaltung in Kooperation mit der Stiftung Europa-Universität Viadrina und dem Collegium Polonicum organisiert wird.
Tagungsdetails und Organisation
Der Kongress ist auch eine wichtige Plattform für die verschiedenen Verbände der Altertumsforschung, darunter der Mittel- und Ostdeutsche sowie der West- und Süddeutsche Verband. Tagungen wie diese stärken nicht nur den Austausch unter Wissenschaftlern, sondern fördern auch die Verknüpfung von Forschungsergebnissen in Brandenburg und den angrenzenden Woiwodschaften. Am Montag gab es bereits einen Empfang der Stadt Frankfurt (Oder) im Rathaus, der auf den feierlichen Rahmen der Veranstaltung einstimmte.
Die Teilnehmer der Tagung haben die Möglichkeit, sich über relevante Themen der Archäologie auszutauschen und brandaktuelle Forschungsergebnisse zu präsentieren. Ein Unkostenbeitrag von 35 Euro für die Exkursion beinhaltet auch die Verpflegung, was den Besuch der Sehenswürdigkeiten in Polen zusätzlich attraktiv macht.
Auszeichnung für junge Talente
Parallel zum Kongress wird auf den Deutschen Studienpreis für Archäologie aufmerksam gemacht, der jungen Wissenschaftlern die Chance bietet, ihre ersten größeren wissenschaftlichen Arbeiten zur Diskussion zu stellen. In Ausnahmen können auch außergewöhnliche Studienleistungen gewürdigt werden. Ziel ist es, herausragende Forschungsarbeiten zur Geschichte Mitteleuropas oder Regionen, die diese beeinflussten, zu honorieren. Archäologie Online informiert, dass Vorschläge sowohl von Studierenden als auch von Dozenten eingereicht werden können, was Anreiz für viele junge Forscher darstellt.
Mit einem umfassenden Programm und wertvollem Austausch wird der Archäologie-Kongress in Frankfurt (Oder) ein Schritt in die Zukunft der archäologischen Forschung in Deutschland und darüber hinaus sein.