Gedenkfeier in Ladeburg: Volkstrauertag für Frieden und Versöhnung

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Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Ladeburg am 16. November 2025, mit Kranzniederlegung durch Bürgermeister und Ortsvorsteher.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Ladeburg am 16. November 2025, mit Kranzniederlegung durch Bürgermeister und Ortsvorsteher.
Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Ladeburg am 16. November 2025, mit Kranzniederlegung durch Bürgermeister und Ortsvorsteher.

Gedenkfeier in Ladeburg: Volkstrauertag für Frieden und Versöhnung

Am 16. November 2025 findet in Ladeburg eine feierliche Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag statt. Die Zeremonie beginnt um 14 Uhr am Ehrenmal auf dem Dorfanger. An diesem Tag stehen die Opfer beider Weltkriege im Zentrum des Gedenkens. Bürgermeister André Stahl und Ortsvorsteher Jens Thaute werden im Rahmen der Feierlichkeiten einen Kranz niederlegen. Dieses Jahr hat der Volkstrauertag, der eine wichtige Rolle im deutschen Gedenken spielt, eine besondere Bedeutung, da das Ehrenmal in Ladeburg nun bereits seit 100 Jahren den gefallenen Söhnen der Gemeinde gewidmet ist.

Was genau ist der Volkstrauertag? Dieser Gedenktag, der ursprünglich 1893 im Königreich Preußen ins Leben gerufen wurde, erinnert an all jene, die in bewaffneten Konflikten und durch gewaltsame Unterdrückung ihr Leben verloren haben. Die moderne Form des Volkstrauertags wurde 1952 aus der Taufe gehoben, um das Leid der Kriegsopfer in das Gedächtnis der Bevölkerung zu rufen, und hat sich seither als wichtiger Tag des stillen Gedenkens etabliert. Er wird stets zwei Sonntage vor dem ersten Advent gefeiert und bewegt sich damit in der Zeit um den 16. November, dem Tag der Feier in Ladeburg.

Einblicke in die Geschichte des Denkmals

Das Ehrenmal in Ladeburg hat eine bewegte Geschichte. Der ursprüngliche Obelisk wurde 1925 errichtet und sollte an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnern. In den Nachkriegsjahren wurde das Denkmal 1954 jedoch entfernt; lediglich das Fundament blieb zurück. Der Wiederaufbau des Ehrenmals wurde nach der Wende durch den Wirtschaftsverein Ladeburg e.V. initiiert und fand große Unterstützung von lokalen Handwerksbetrieben. So konnte es 1995, 30 Jahre nach der ursprünglichen Errichtung, feierlich wieder eingeweiht werden, zusammen mit Familien, Vereinen und verschiedenen Vertretern aus Politik und Kirche.

In diesem Jahr gibt es auch einen besonders emotionalen Kontext zum Gedenken. Am 4. November 2025 gab Israel bekannt, dass die Überreste des IDF-Soldaten Itay Chen zurückgegeben wurden, der einer der letzten amerikanischen Bürger war, die während des Israel-Hamas-Konflikts als Geisel genommen wurden. Chen, der nur 19 Jahre alt war und in einem Panzerbataillon diente, wurde am 7. Oktober 2025 während eines Angriffs getötet. Sein Tod ist Teil einer tragischen Geschichte, die das Ausmaß des Konflikts verdeutlicht, der das Gedenken an die Kriegsopfer umso eindrücklicher macht.

Bedeutung und Ziel des Gedenkens

Das Ziel des Volkstrauertags ist klar: Es geht um die Vergegenwärtigung des Leids, das durch Kriege und Konflikte verursacht wird. Es ist ein Zeichen für Frieden, Versöhnung und Solidarität. Der Tag soll an die Folgen von Gewalt und Unterdrückung erinnern und zur Einsicht anregen, damit wir gemeinsam eine friedliche Zukunft gestalten können. Die Gedenkfeierlichkeiten in Ladeburg sind nicht nur ein Rückblick auf die Vergangenheit, sondern auch ein Aufruf, die Lehren der Geschichte zu beherzigen.

Der Volkstrauertag ist also mehr als nur ein stiller Gedenktag – er ist ein Appell an uns alle, für Frieden und Eintracht zu arbeiten und die Geschehnisse der Vergangenheit nicht zu vergessen. Kommen Sie vorbei, nehmen Sie teil und setzen Sie ein Zeichen gegen das Vergessen.