Eichenprozessionsspinner: Gefahr für Gesundheit und Freizeit in Berlin!
Eichenprozessionsspinner in Brandenburg: Warnungen vor Hautreaktionen und Tipps zur Schadensvermeidung im Sommer 2025.

Eichenprozessionsspinner: Gefahr für Gesundheit und Freizeit in Berlin!
In den letzten Wochen sorgt der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) für Aufregung in Brandenburg und angrenzenden Regionen. Diese kleine Raupe kann große Schmerzen bereiten, und viele Menschen haben bereits leidvolle Erfahrungen gemacht. Der Zuwachs an raupenbedingten Hautreaktionen ist alarmierend, besonders in den Freibädern von Berlin-Charlottenburg, die vergangene Woche aufgrund von Beschwerden über Pusteln und Juckreiz schließen mussten. Multiple Park- und Sportanlagen sind derzeit aktuell abgesperrt, um die gefährlichen Kontakte zu vermeiden. Zudem warnt Brandenburg eindringlich vor erhöhten Risiken beim Waldspaziergang in diesen Tagen.
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners sind in diesem Jahr besonders auffällig, was auf das warme und trockene Wetter zurückzuführen ist. Sie sind hauptsächlich zwischen April und Juli aktiv, fressen Eichenblätter und sind oft in großen Gruppen unterwegs. Ursprünglich auf der iberischen Halbinsel verbreitet, haben sich diese nachtaktiven Schmetterlinge seit über 200 Jahren in Deutschland etabliert und lassen sich vor allem in Brandenburg nieder, wo die ersten Massenvermehrungen bereits in den 1950er Jahren dokumentiert wurden. Besonders auffällig ist, dass Weibchen bis zu 300 Eier legen, die über den Winter an Eichen überwintern.
Symptome und Gefahren
Ein Hautkontakt mit den Brennhaaren der Raupen kann zu schmerzhaften Ausschlägen führen, die in der Regel zwar harmlos sind, jedoch sehr störend. Zu den typischen Symptomen zählen stark juckende Hautausschläge an unbedeckten Körperstellen sowie Schwellungen und Rötungen. Besonders betroffen sind Kinder sowie Personen mit Asthma oder Allergien, die zu schweren Reaktionen neigen. Bei Kontakt mit Augen kann es zu Bindehautentzündungen kommen, und eine Einatmung der feinen Härchen kann Husten und Atembeschwerden auslösen. In den schwersten Fällen sind sogar Anaphylaxien möglich, weshalb ein schnelles Handeln in solchen Situationen unerlässlich ist.
Prävention und Bekämpfung
Um den Kontakt mit Eichenprozessionsspinnern zu vermeiden, sollten vor allem Gebiete mit hohem Eichenbestand gemieden werden. Außerdem ist es ratsam, beim Aufenthalt im Freien auf lange Kleidung zu setzen und Raupen sowie ihre Nester nicht zu berühren. Bei einem Befall auf Privatgrundstücken sind die Eigentümer selbst für die Beseitigung der Nester verantwortlich. Experten raten dazu, auf professionelle Schädlingsbekämpfung zurückzugreifen, insbesondere in der Nähe von Schulen oder Kindergärten. Methoden wie das Absaugen der Raupen oder der Einsatz von gezielten Insektiziden werden empfohlen, während Selbstmaßnahmen eher nicht zu empfehlen sind.
Die Prognose ist in der Regel positiv; die Hautbeschwerden klingen meist innerhalb einer Woche ab, können aber in Einzelfällen auch länger andauern. Aufgrund der fortschreitenden klimatischen Veränderungen ist zu erwarten, dass Dürre- und Hitzeperioden forciert werden und dadurch die Massenvermehrungen des Eichenprozessionsspinners zunehmen könnten. Hier sollten wir ein gutes Händchen beweisen und die Warnungen ernst nehmen, um uns und andere zu schützen.
Experten aus dem Gesundheitswesen betonen die Notwendigkeit, vor allem Kindern, Spaziergängern und anderen Risikogruppen, wie Waldarbeitern, die potenziellen Gefahren bewusst zu machen und sie zu sensibilisieren. Der Eichenprozessionsspinner bleibt also ein aktuelles Thema, das jeden von uns betreffen kann, insbesondere in den warmen Sommermonaten.
Weitere Informationen über die Hautreaktionen und Umgang mit den Raupen finden Sie unter den folgenden Links: Tagesschau, Deximed und NetDoktor.