Großfeuer in Gohrischheide: Feuerwehr kämpft um Kontrolle!

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Großfeuer in Gohrischheide breitet sich auf Brandenburg aus. Feuerwehr kämpft gegen Brände, zwei Einsatzkräfte verletzt.

Großfeuer in Gohrischheide breitet sich auf Brandenburg aus. Feuerwehr kämpft gegen Brände, zwei Einsatzkräfte verletzt.
Großfeuer in Gohrischheide breitet sich auf Brandenburg aus. Feuerwehr kämpft gegen Brände, zwei Einsatzkräfte verletzt.

Großfeuer in Gohrischheide: Feuerwehr kämpft um Kontrolle!

In Gohrischheide, Sachsen, ist ein großes Feuer ausgebrochen, das sich teilweise bis nach Brandenburg ausbreitet. Es handelt sich um ein Pikantes Szenario, das Feuerwehrkräfte aus beiden Bundesländern mobilisiert hat. Der Waldbrand hat sich laut dem Waldbrandschutzbeauftragten Raimund Engel dramatisch ausgeweitet und betrifft mittlerweile eine Fläche von rund 600 Hektar – ein Verzehnfachung der betroffenen Fläche in den letzten Tagen. Über 200 Feuerwehrleute, davon 65 aus Brandenburg, kämpfen gebündelt gegen die Flammen, während zwei Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten schwere Verbrennungen erlitten. Klares Bild von der Lage: Der Brand an der Landesgrenze ist zurzeit nicht unter Kontrolle.

In der Nacht zum Mittwoch wurde der Brand zwischen Lichtensee und Neudorf als besonders kritisch wahrgenommen, sodass die Feuerwehr mehr als einmal die Nacht hindurch an der Front gegen die Flammen kämpfte. Interessanterweise kamen auch Landwirte zur Unterstützung hinzu, um die Feuerwehr bei den Löscharbeiten zu unterstützen. Am Mittwoch wurden zudem zwei Orte evakuiert, unter anderem ein Wohnheim für schwerbehinderte Menschen, dessen 45 Bewohner aufgrund der Gefahr in ein sicheres Gebiet gebracht werden mussten. Doch die Nervosität hielt nicht lange an – die Warnung für Lichtensee wurde nach einer stabilen Lage wieder aufgehoben.

Evakuierungen und Gefahrenlage

Die Lage ist nach wie vor angespannt. Am Dienstag und Mittwoch traten in Brandenburg zahlreiche Brände auf, allein am Mittwoch waren es zwölf. Besonders schwer wogen größere Brände auf einstigen Truppenübungsplätzen in Jüterbog, Kleinbahren und Frohnsdorf, die glücklicherweise mittlerweile gelöscht sind. Trotzdem bleibt die Waldbrandgefahrenlage in Brandenburg angespannt, während lokale Schauer und Gewitter vorhergesagt sind, die die Situation zusätzlich komplizieren könnten.

Es ist eine besorgniserregende Situation, die nicht nur die Feuerwehr vor massive Herausforderungen stellt, sondern auch Fragen rund um die finanziellen Folgen des Großeinsatzes aufwirft. Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer äußerte Bedenken, was die finanzielle Belastung seines Landkreises betrifft. Angesichts der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Waldbränden wird deutlich, dass diese nicht nur schnell große Flächen in Gefahr bringen, sondern auch schwerwiegende Schäden anrichten können, wie aktuelle Berichte über Waldbrände in Deutschland zeigen. 2022 etwa wurden über 3.000 Hektar Land vernichtet – der höchste Wert in den letzten 30 Jahren (rbb24, MDR).

Ursachen und Folgen der Waldbrände

Die häufigsten Ursachen für Waldbrände sind Brandstiftung und Fahrlässigkeit. Eine erschreckende Zahl von rund der Hälfte der Brände blieb bemerkenswerterweise ohne bekannte Ursache und macht deutlich, wie wichtig Präventionsmaßnahmen sind. Laut Statista waren im Jahr 2023 in Deutschland nur 27 Brände natürlichen Ursprungs (Statista). Damit stehen wir vor einer drängenden Frage: Wie wird mit diesen Extremereignissen umgegangen, und was können wir tun, um sie in Zukunft zu vermeiden?

Obwohl Deutschland in den letzten Jahren nicht die hohe Anzahl an Waldbränden wie beispielsweise südliche europäische Länder aufwies, bleibt die Situation kritisch. Weltweit wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2023 allein im brasilianischen Regenwald knapp 37.000 Brände gezählt. Solche Zahlen sollten uns zu denken geben, was die Auswirkungen des Klimawandels betrifft. Hierzulande sind wir gut beraten, aufmerksam zu sein und uns den Herausforderungen des Waldes zu stellen, um die Lebensräume für Mensch und Tier zu sichern.