Sturmschäden im Havelland: Holz sammeln erlaubt - aber mit Regeln!
Nach den verheerenden Unwettern im Juni 2023 leidet das Osthavelland unter massiven Sturmschäden. Aufräumarbeiten dauern an.

Sturmschäden im Havelland: Holz sammeln erlaubt - aber mit Regeln!
Die heftigen Stürme im Juni 2023 haben im Osthavelland, besonders in Falkensee, Dallgow-Döberitz und Schönwalde-Glien, massive Schäden angerichtet. Am 23. und 26. Juni verwüsteten die Unwetter die Region, sodass zahlreiche Straßen von abgebrochenen Ästen und umgestürzten Bäumen blockiert waren. Schätzungen zufolge sind in Falkensee etwa 50% der rund 33.000 Straßenbäume betroffen, was in der Stadt eine enorme Herausforderung darstellt. Der Bürgermeister von Falkensee, Heiko Richter, geht davon aus, dass die Aufräumarbeiten bis zum Jahresende andauern werden. Die Bürger sind aufgerufen, bei den Aufräumarbeiten zu helfen, und dürfen, unter bestimmten Bedingungen, abgebrochene Äste für den eigenen Bedarf mitnehmen. Doch ein wichtiger Hinweis: Das Holz bleibt während der Aufräumarbeiten im Eigentum der beauftragten Firma, wie Thomas Zylla, der 1. Beigeordnete der Stadt, erklärt.
Auch in Schönwalde-Glien gibt es klare Regelungen: Hier müssen die Bürger für das Sturmholz bezahlen und die Stadt hat eine Preisliste pro Raummeter aufgestellt. Bürgermeister Bodo Oehme weist darauf hin, dass leider auch einige Bürger Holz ohne Erlaubnis mitnehmen. In den angrenzenden Gemeinden Nauen und Wustermark ist der Umgang mit dem Sturmholz etwas lockerer. Dort dürfen die Bürger nach Absprache Holz für den Eigenbedarf abholen. Die restlichen Holzstücke werden in Wustermark geschreddert. In dieser Gemeinde wurden über 50 Meldungen zu Schäden durch öffentliche Bäume festgestellt, wobei die Schadensanzahl als moderat eingeschätzt wird. Die Aufarbeitung der Sturmschäden in Wustermark soll bis spätestens Ende August abgeschlossen sein.
Wetterwarnungen im Auge behalten
Die Unwetterzentrale unterscheidet dabei drei Warnstufen: Gelb für mögliche Unwetter, Orange für moderate und Rot für starke Unwetter. Bei extremen Wetterlagen wird sogar die violette Warnstufe ausgegeben. Die Prognosen der erfahrenen Meteorologen werden ständig manuell angepasst, sodass die Bürger rund um die Uhr informiert sind.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie nachhaltig die Auswirkungen der Stürme auf die Region sind. Solche Wetterereignisse sind nicht nur eine Herausforderung für die Infrastruktur, sie zeigen auch die Verantwortung jedes Einzelnen im Umgang mit der Natur. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die geplanten Aufräumarbeiten erfolgreich abgeschlossen werden können und wie die Gemeinden mit derartigen Extremsituationen künftig umgehen werden.