Zehn Jahre nach der Flucht: So leben Familien in Oberhavel heute

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
Veröffentlicht am

Erfahren Sie, wie geflüchtete Familien in Oberhavel leben, arbeiten und sich integrieren – zehn Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland.

Erfahren Sie, wie geflüchtete Familien in Oberhavel leben, arbeiten und sich integrieren – zehn Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland.
Erfahren Sie, wie geflüchtete Familien in Oberhavel leben, arbeiten und sich integrieren – zehn Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland.

Zehn Jahre nach der Flucht: So leben Familien in Oberhavel heute

In Köln gibt es spannende Entwicklungen, wenn es um die Integration von Geflüchteten geht. Ein prägnantes Beispiel dafür ist die Familie Shams, die vor über zehn Jahren aus Afghanistan nach Deutschland kam. Sie lebten anfangs in Gemeinschaftsunterkünften, wanderten aber schließlich in neu ausgebaute Wohnungen in Lehnitz um. Die Herausforderungen ihrer Flucht und die damit verbundenen Widrigkeiten sind ein eindrucksvolles Zeugnis für den Kampf um Integration und die Schaffung eines neuen Lebens in Deutschland.

Kamaluddin Shams, 40 Jahre alt und derzeit als Wachmann in einer Security-Firma tätig, beschreibt seinen Werdegang als erfolgreich. Trotz der Rückschläge, die seine Familie erlitten hat, haben er und seine Frau Nilufar, die ebenfalls auf der Suche nach einer neuen Anstellung ist, die Hürden der Integration gemeistert. Kamaluddin hat B1- und B2-Sprachkurse absolviert und ist damit gut aufgestellt, um in den deutschen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Seinen befristeten Vertrag in der Gemeinschaftsunterkunft auf dem ehemaligen Flughafengelände in Berlin-Tegel wird er allerdings am Ende dieses Monats verlieren, ohne Informationen zur möglichen Verlängerung.

Herausforderungen und Erfolge

Die Integration in den Arbeitsmarkt ist für viele Geflüchtete wie die Familie Shams der Schlüssel zur ökonomischen Selbstständigkeit. Rund 1,5 Millionen Asylsuchende stellten zwischen 2013 und 2016 einen Antrag in Deutschland, und das bedeutet, dass viele wie die Shams-Familie Unterstützung benötigen, um ihren Platz zu finden. Kamaluddin hebt hervor, dass die Jobsuche ein großes Hindernis darstellt, auch wenn die Integration insgesamt gelungen ist. Ein Großteil der Asylsuchenden, die eine Arbeit suchen, muss sich jedoch auf lange Wartezeiten einstellen, bevor sie Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten.

Ein weiterer eindrücklicher Fall ist Ibrahim Asuliman, der 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Bis 2018 lebte auch er in Gemeinschaftsunterkünften, bevor er eine eigene Wohnung beziehen konnte. Mit einem Arbeitsplatz als Krankenpfleger in der Berliner Charité hat er bereits einen wichtigen Schritt gemacht. Um seinen syrischen Abschluss anerkennen zu lassen, musste er jedoch ein ganzes Jahr warten. Seit Oktober absolviert er eine Weiterbildung zum OP-Fachpfleger, während seine Frau einen Sprachkurs belegt, um ebenfalls im medizinischen Bereich arbeiten zu können.

Langfristige Perspektiven für geflüchtete Familien

Die Integration der geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt steht im Zentrum vieler Diskussionen über die Zukunft Deutschlands. Die Bundesagentur für Arbeit hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Arbeitsmarktintegration zu fördern. Je mehr Rückhalt Geflüchtete in ihrem neuen Heimatland finden, desto größer ist die Chance, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Die Ergebnisse der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten zeigen positive Entwicklungen auf, auch wenn noch viele Herausforderungen zu meistern sind, besonders für Frauen, die oft stärkeren Hürden gegenüberstehen.

Es ist klar, dass die Sicherheitslage in den Herkunftsländern, besonders in Syrien, nach wie vor ein großes Problem darstellt. Ibrahim Asuliman erklärt vehement, dass eine Rückkehr für ihn nicht in Frage kommt. Die Integration ist kein leichter Weg, aber sowohl Kamaluddin als auch Ibrahim sind Beispiele dafür, dass mit Engagement und Unterstützung Schritte zur besseren Lebensqualität möglich sind.

Mit einem klaren Blick auf die individuellen Geschichten der Geflüchteten zeigt sich, wie wichtig es ist, diese Menschen bei ihrer Integration in die Gesellschaft zu unterstützen. Spracherwerb, berufliche Qualifikationen und der Zugang zu sozialen Netzwerken sind von essenzieller Bedeutung, um einen Platz in der deutschen Gesellschaft zu finden. Die Entwicklung bleibt spannend, auch wenn es noch viel zu tun gibt, um echte Chancengleichheit für alle zu schaffen.