Müllgebühren steigen: Neuruppin trifft es hart im Geldbeutel!
Ostprignitz-Ruppin erhöht 2026 die Müllgebühren um drei Euro. Hintergrund sind steigende Kosten und wachsende Abfallmengen.

Müllgebühren steigen: Neuruppin trifft es hart im Geldbeutel!
Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, der immer wieder mit steigenden Müllgebühren konfrontiert ist, stehen die Haushalte 2026 vor einer Erhöhung der Abfallgebühren um drei Euro pro Person. Dies gab der Landkreis in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Der Anstieg ist ein Resultat des wachsenden Müllaufkommens und der steigenden Kosten, insbesondere für die CO₂-Abgabe, die bereits einen erheblichen Teil des Budgets in Anspruch nimmt. So wird für 2024 ein Erlös aus den Müllgebühren von nahezu 900.000 Euro erwartet, was jedoch nicht ausreicht, um die Gebühren stabil zu halten oder gar zu senken, wie maz-online.de berichtet.
Die Entwicklung zeigt, dass im Jahr 2024 bereits 13.542 Tonnen Restmüll eingesammelt wurden — ein Anstieg von 200 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise für recycelbare Materialien, wie Papier und Kartonagen, sind zuletzt gefallen, was die Situation weiter verschärft. Bei den Kosten für die CO₂-Abgabe ist der Landkreis mittlerweile auf einem Weg, der immer teurer wird. Wurden 2024 noch rund 370.000 Euro gezahlt, steigt die Summe für 2025 auf etwa 443.000 Euro und für 2026 wird ein Betrag von circa 560.000 Euro veranschlagt.
Neue CO₂-Abgabe Auswirkungen auf Haushalte
Ab 2026 wird die CO₂-Abgabe in einer Spanne zwischen 20,01 und 26,12 Euro je Tonne für Restabfall festgelegt. Für Sperrmüll steigt der Preis von derzeit 29,94 Euro auf bis zu 35,39 Euro pro Tonne. Diese geschätzten Kosten sind das Ergebnis einer gesetzlichen Anpassung, die Teil des Klimapaktes ist und die Verantwortlichkeiten für CO₂-Emissionen neu regelt. Experten von iwu-ev.de empfehlen Haushalten, ihre Abfallproduktion zu reduzieren und Abfälle sorgfältig zu trennen, um so den anfallenden Müll und die damit verbundenen Gebühren zu minimieren.
Die CO₂-Steuer auf Abfälle ist ab sofort wirksam und wird insbesondere Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen stark betreffen. Eine zusätzliche Gebühr von 45 Euro pro Tonne Abfall, die ab 2025 auf 55 Euro steigt, wird die finanziellen Belastungen für Kommunen weiter erhöhen. Diese Regelung zielt darauf ab, Abfälle thermisch zu verwerten, indem sie bei der Berechnung der CO₂-Steuer als Brennstoffe angesehen werden. Schließlich zeigt sich in verschiedenen Landkreisen, dass die kommunalen Entsorger sich auf Kostensteigerungen einstellen und die Mehrkosten wahrscheinlich über höhere Abfallgebühren ausgleichen müssen. Diese Entwicklungen sind u.a. von klimaschutz-kommune.de ausführlich dargestellt.
Blick in die Zukunft
Die Herausforderungen der Abfallwirtschaft scheinen sich damit fortzusetzen: Ab 2027 wird die CO₂-Abgabe schließlich frei verhandelt, was zu noch höheren Preisen führen könnte. Der Kreistag von Ostprignitz-Ruppin wird am 27. November über die neuen Müllgebühren entscheiden, die im Januar 2026 in Kraft treten sollen. Die betroffenen Haushalte können sich auf Änderungen einstellen – eine Herausforderung, die gerade in Zeiten wachsender Umweltbewusstheit und der Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen besonders relevant wird.