Zukunft der medizinischen Versorgung in Wittstock: Ein Runder Tisch im September!
Brandenburgs Gesundheitsministerin diskutiert die Schließung des Krankenhauses Wittstock und alternative Versorgungsangebote ab 2027.

Zukunft der medizinischen Versorgung in Wittstock: Ein Runder Tisch im September!
Ab dem 1. Januar 2027 wird das Krankenhaus in Wittstock geschlossen und die Patientenversorgung soll künftig mehrheitlich nach Pritzwalk verlagert werden. Dies hat Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller in einem Gespräch mit dem Vorstand der KMG-Kliniken kürzlich betont und stellt die Gesundheitsversorgung in der Region damit vor eine große Herausforderung. Müller möchte sicherstellen, dass die Schließung des Wittstocker Krankenhauses nicht ohne tragfähige Alternativen kommt. Ein vollständig neuer Ansatz soll die wohnortnahe medizinische Versorgung gewährleisten.
Die Entscheidung zur Schließung beruht auf dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz, welches besagt, dass das Krankenhaus in Wittstock nicht mehr die Voraussetzungen für einen eigenständigen Betrieb erfüllt. Müller und die KMG-Kliniken arbeiten nun an Lösungen, die ab 2027 eine angemessene medizinische Anlaufstelle in Wittstock vorsehen. Geplant ist eine sogenannte „ambulante Brückenversorgung“, die rund um die Uhr erreichbar sein soll, um den Menschen in der Region auch nach der Schließung des Krankenhauses eine medizinische Grundversorgung zu garantieren.
Ambulante Alternativen im Fokus
Die Schaffung von ambulanten Versorgungsangeboten steht im Zentrum der Gespräche zwischen dem Gesundheitsministerium und den KMG-Kliniken. Der KMG-Vorstandsvorsitzende Stefan Eschmann betont die Dringlichkeit, verbindliche Partner und klare Rahmenbedingungen für diese neuen Strukturen zu gewinnen. Insbesondere wird die Einrichtung eines kardiologischen Kassensitzes in Wittstock angestrebt, um die medizinische Versorgung vor Ort aufrechtzuerhalten.
Das Gesundheitsministerium hat bereits Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) initiiert, um diese Ziele zu verfolgen. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, bestehende Ärztinnen und Ärzte zu halten und einen reibungslosen Übergang in die ambulante Versorgung zu gestalten. Die geplanten Maßnahmen sind nicht nur eine Notwendigkeit, sondern sollen das Vertrauen der Bevölkerung stärken und Ängste abbauen.
Zurück zur wohnortnahen Versorgung
Müller hebt hervor, wie wichtig eine verlässliche Notfallversorgung in Wittstock ist. Im Zuge der Krankenhausreform, die alle Akteure des Gesundheitssektors einbezieht, wird die Notwendigkeit von klarer und transparenter Kommunikation über die anstehenden Veränderungen betont. Der “Runde Tisch”, der im September ins Leben gerufen werden soll, wird dabei eine entscheidende Plattform bieten. An diesem Tisch werden Vertreter des Gesundheitsministeriums, der KMG-Kliniken, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen zusammenkommen, um Details zur künftigen medizinischen Versorgung zu besprechen.
Während diese Änderungen auf den ersten Blick als Einschnitt in die lokale Gesundheitsversorgung erscheinen, könnte die Entwicklung ambulanter Versorgungsmodelle durchaus positiv bewertet werden. Die Notwendigkeit, sich an veränderte Bedingungen anzupassen, kann langfristig zu stabileren und bedarfsgerechteren Lösungen führen.
Wie die Weiterentwicklung der medizinischen Infrastruktur in Wittstock konkret aussehen wird, bleibt spannend und sollte in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange, um den Menschen in der Region auch weiterhin eine zuverlässige medizinische Versorgung zu bieten.
Für weitere Informationen lesen Sie die Berichte von maz-online.de, aerzteblatt.de und mgs.brandenburg.de.