Pflegekräfte in Brandenburg: Höhere Löhne, doch teurere Heimkosten drohen!

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In Brandenburg steigen die Pflegegehälter, was zu höheren Eigenanteilen für Heimbewohner führen könnte. Aktuelle Entwicklungen und Erklärungen.

In Brandenburg steigen die Pflegegehälter, was zu höheren Eigenanteilen für Heimbewohner führen könnte. Aktuelle Entwicklungen und Erklärungen.
In Brandenburg steigen die Pflegegehälter, was zu höheren Eigenanteilen für Heimbewohner führen könnte. Aktuelle Entwicklungen und Erklärungen.

Pflegekräfte in Brandenburg: Höhere Löhne, doch teurere Heimkosten drohen!

In Brandenburg gibt es erfreuliche Nachrichten für die Pflegekräfte: Ihre Gehälter sind gestiegen. Der durchschnittliche Stundenlohn hat sich von 21,43 Euro auf 23,13 Euro erhöht, berichtet die Tagesschau. Dies ist ein positiver Schritt, doch der Boden ist rau – Brandenburg liegt im Vergleich der Bundesländer nur an hinterer Position, lediglich Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Thüringen zahlen ihren Pflegekräften weniger.

Während Mecklenburg-Vorpommern mit 22,44 Euro pro Stunde das Schlusslicht bildet, sieht es in Hamburg ganz anders aus: Dort kommt man mit 24,55 Euro pro Stunde auf das höchste Lohnniveau. Der GKV-Spitzenverband, der jährliche Lohnanalysen durchführt, hat die Lohnanpassungen in einen Kontext gestellt: Sie führen zu steigenden Eigenanteilen für Pflegeheimbewohner. Verbandschef Oliver Blatt warnt, dass die Eigenanteile um durchschnittlich 100 Euro pro Monat ansteigen könnten – ein echter Brocken für viele.

Steigende Kosten für Pflegeheimbewohner

Besonders schmerzlich: Die Mehrausgaben für die Pflegeversicherung werden auf etwa 260 Millionen Euro jährlich geschätzt, betont auch die Zeit. Obwohl manche der Mehrbelastung durch Entlastungszuschläge der Pflegekassen, etwa 30 Euro pro Monat, gemindert werden könnten, bleibt ein merklicher Rest für die Bewohner übrig. Die Pflegeversicherung deckt schließlich nur einen Teil der Gesamtkosten ab, und es gibt zusätzliche Posten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in die Einrichtungen.

Ein weiteres Thema sind die Personalkosten in der Pflege. Nach den aktuellen Daten verdienen ungelernte Pflegehilfskräfte im Schnitt 20,26 Euro pro Stunde, was einen Anstieg von 5,2 Prozent ausmacht. Assistenzkräfte mit einer einjährigen Ausbildung können sich über 22,62 Euro freuen (+5,7%), während Fachkräfte in der Pflege mit 27,06 Euro (+4,4%) entlohnt werden. Doch die Erhöhung des Lohns von durchschnittlich 4,9 Prozent ist im Vergleich zum Vorjahr, wo die Steigerung bei 9 Prozent lag, etwas verhaltener geraten, heißt es auf N-TV.

Regional unterschiedliche Entwicklungen

Ein Blick auf die regionale Entwicklung zeigt, dass es in Brandenburg sowie in Sachsen erhebliche Lohnzuwächse gibt, während die Steigerungen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eher moderat ausfallen. Um die Herausforderungen in der Pflege zu bewältigen und die Attraktivität des Berufs zu steigern, ist es unerlässlich, dass die Löhne an die Lebensrealitäten angepasst werden.

Die gesamte Diskussion zeigt, wie wichtig es ist, im Pflegewesen ein faires Gleichgewicht zu finden. Während die erhöhten Löhne den Pflegeberuf attraktiver machen sollen, stehen die Eigenanteile für die Bewohner oft im Weg, wenn es um finanzielle Entlastung geht. Ein ausgewogenes Miteinander von fairer Bezahlung und tragbaren Kosten wird in den kommenden Monaten entscheidend sein, wenn die Zahl der Pflegekräfte weiter im Fokus bleibt.