Potsdam präsentiert Aktionsplan: Queeres Leben endlich sichtbar machen!

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Potsdam präsentiert Aktionsplan für queere Menschen: Ziel ist Sichtbarkeit, Akzeptanz und Bekämpfung von Diskriminierung.

Potsdam präsentiert Aktionsplan für queere Menschen: Ziel ist Sichtbarkeit, Akzeptanz und Bekämpfung von Diskriminierung.
Potsdam präsentiert Aktionsplan für queere Menschen: Ziel ist Sichtbarkeit, Akzeptanz und Bekämpfung von Diskriminierung.

Potsdam präsentiert Aktionsplan: Queeres Leben endlich sichtbar machen!

In Potsdam wurde ein richtungsweisender Aktionsplan vorgestellt, der sich der Sichtbarkeit und Unterstützung queerer Menschen widmet. Der Plan, der den Titel “Queeres Potsdam” trägt, entstand in einem intensiven Beteiligungsprozess, bei dem Vertreter der queeren Community, der Zivilgesellschaft, Polizei, Verwaltung und Stadtverordnetenversammlung zusammenarbeiteten. Diese interdisziplinäre Herangehensweise zeigt sich deutlich in den Zielen, die sich Potsdam mit diesem Plan gesetzt hat.

Die Gleichstellungsbeauftragte Claudia Sprengel, die seit Juni 2023 im Amt ist, legt großen Wert auf einen aktiven Austausch mit der queeren Community. Sie hebt hervor, wie wichtig dieser Dialog ist, um Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Identität entgegenzuwirken. „Der Aktionsplan soll dazu beitragen, Sichtbarkeit zu schaffen und Betroffene zu unterstützen“, betont Sprengel. Der Beschluss zur Entwicklung des Plans wurde von der Stadtverordnetenversammlung gefasst und stellt ein klares Bekenntnis zur Akzeptanz dar, wie Meetingpoint Potsdam berichtet.

Schulungen und Veranstaltungen im Fokus

In der ersten Umsetzungsphase konzentriert sich der Aktionsplan auf zwei zentrale Bereiche: Verwaltung und Öffentlichkeit. Im Verwaltungsbereich sind Schulungen zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt für Führungskräfte und Auszubildende vorgesehen. Es soll ein Bewusstsein für Diversität und eine diskriminierungssensible Praxis gefördert werden. „Die strategische Verwaltungsarbeit wird durch diese Schulungen stark profitieren“, erklärt Sprengel weiter und verweist auf die Notwendigkeit langfristiger Prozesse, um ein sicheres und sichtbares queeres Leben in der Stadt zu gewährleisten.

Im öffentlichen Raum wird angestrebt, queeres Leben sichtbarer zu machen. Dazu gehört nicht nur die Berücksichtigung queerer Persönlichkeiten bei Straßenbenennungen, sondern auch die dauerhafte Etablierung bestehender Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day und dem Queensday. Das Ziel ist, dass solche Events einen festen Platz im Potsdamer Kalender erhalten. Die Rückmeldungen aus der Community und die Ereignisse des Jahres 2023 haben eindringlich gezeigt, dass hier Handlungsbedarf besteht, so Berliner Sonntagsblatt.

Gemeinsam für ein sicheres Miteinander

Der Aktionsplan “Queeres Potsdam” wird als dynamisches Instrument beschrieben, das regelmäßig überprüft und angepasst werden soll. Diese Flexibilität ist entscheidend, um den Bedürfnissen der queeren Community gerecht zu werden und einen Raum zu schaffen, in dem sich alle Bürger:innen wohlfühlen können. Es wurden bereits Haushaltsmittel bereitgestellt, um im Jahr 2025 die ersten Schritte in Richtung Einhaltung der gesteckten Ziele zu unternehmen.

Insgesamt zeigt der Aktionsplan, dass Potsdam ein gutes Händchen hat, wenn es darum geht, Diversität zu fördern und Diskriminierung abzubauen. Schritt für Schritt möchten die Verantwortlichen eine Stadt gestalten, in der queeres Leben nicht nur sichtbar, sondern auch sicher ist. Das ist ein wichtiges Signal der Gemeinschaft und des Zusammenhalts in der Stadt.