Dringender Einsatz: DRK übt Blackout-Vorsorge in Pritzwalk!
Ehrenamtliche DRK-Kräfte trainieren in Falkenhagen für einen großflächigen Stromausfall, um Katastrophenschutz zu stärken.

Dringender Einsatz: DRK übt Blackout-Vorsorge in Pritzwalk!
In einer eindrucksvollen Übung hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am 26. und 27. September in Falkenhagen, nahe Pritzwalk, einen großflächigen Stromausfall simuliert. Unter dem Titel „Blackout“ trainierten 41 ehrenamtliche Einsatzkräfte aus fünf DRK-Bereitschaften, darunter Teams aus Pritzwalk, Wittenberge, Kyritz, Neuruppin und dem Landkreis Mansfeld-Südharz. Ziel war es, auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein und die Bevölkerung für solche Krisensituationen zu sensibilisieren, berichtet maz-online.de.
Der erste Tag der Übung begann mit einer theoretischen Einweisung in wichtige Themen wie Alarmierung, Notversorgung, Logistik und Technik. Anschließend luden die Helfer ihre Fahrzeuge mit Material, errichteten Feldbetten und positionierten eine mobile Heizung. Um 19 Uhr wurde dann der Strom abgeschaltet und das Gebäude musste über ein Notstromaggregat betrieben werden. Dies stellte die Einsatzkräfte auf die Probe und schuf eine realistische Übungsumgebung.
Vorbereitung auf Notlagen
Am zweiten Tag richteten die Ehrenamtlichen Schlafplätze für bis zu 50 Personen ein, schufen eine Kinder- und Informationsecke und sorgten für Sitzmöglichkeiten. Experten der Versorgungseinheit kümmerten sich um die Verpflegung der Besucher und Einsatzkräfte, während der technische Dienst Trinkwasser transportierte und einen zentralen Ausgabepunkt einrichtete. Parallel zu den Übungen fand in der Region auch der Tag des offenen Gewerbegebiets statt, der etwa 200 Interessierte anzog.
Die Bedeutung solch umfassender Übungsszenarien wird durch die Empfehlungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unterstrichen. Diese raten, persönliche Notfallvorräte anzulegen, die für mindestens drei Tage ausgelegt sind, während eine Selbstversorgung für bis zu zehn Tage angestrebt werden sollte. Eine entsprechende Broschüre, „Katastrophenalarm!“, bietet wertvolle Tipps und Checklisten zur Notfallvorsorge, die individuell angepasst werden können, wie bbk.bund.de berichtet.
Wichtige Bestandteile der Notfallvorsorge
Zu den empfohlenen Inhalten eines Notfallrucksacks zählen essentielle Dinge wie Medikamente, Erste-Hilfe-Material, ein batteriebetriebenes Radio und ausreichend Verpflegung. Auch das persönliche Dokument wie der Ausweis, Geldkarten und Impfpass sollten nicht fehlen. Den Angaben von zdfheute.de zufolge sollten die Materialien am besten selbst zusammengestellt werden, um individuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Die Kosten für einen solchen selbst gepackten Rucksack belaufen sich auf etwa 120 Euro.
Mit derartigen Übungen und umfassenden Informationen wird nicht nur der Katastrophenschutz gestärkt, sondern auch das Bewusstsein in der Bevölkerung für Krisenprävention geschärft. Prignitz-Landrat Christian Müller war vor Ort und informierte sich über die Aktivitäten des DRK. Die erfolgreiche Übung soll im kommenden Jahr wiederholt werden, um die Zusammenarbeit der Bereitschaften weiter zu fördern und die Bürger für die Notfallvorsorge zu sensibilisieren.