Pritzwalk unterstützt Wittstock: Gemeinsam gegen die Krankenhauskrise!
Pritzwalk und Wittstock planen Kooperation zur Gesundheitsversorgung. Krankenhausreform fordert dringende Maßnahmen bis 2027.

Pritzwalk unterstützt Wittstock: Gemeinsam gegen die Krankenhauskrise!
In der Region Pritzwalk gibt es derzeit Entwicklungen in der Gesundheitsversorgung, die die Zusammenarbeit mit Wittstock stärken sollen. Der Stadtverordnete und Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Helmut Kühn, unterstrich die Bedeutung dieser Partnerschaft, während der Stadtverband CDU/FDP einen Beschlussvorschlag verabschiedete, der die Unterstützung für Erweiterungspläne des Krankenhaus-Trägers KMG in Pritzwalk fordert. Dies berichtet Maz-online.
Pritzwalk sollte hier nicht hinter Wittstock zurückfallen, zumal der Krankenhausstandort in Wittstock ab 2027 nicht mehr betrieben werden kann. Kühn macht deutlich, dass Pritzwalk in dieser kritischen Zeit Unterstützung leisten muss, um die ambulanten und stationären Behandlungsmöglichkeiten sowie die Notfallversorgung für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten. Um diese Ziele zu erreichen, wird der Bürgermeister aufgefordert, in enger Abstimmung mit KMG notwendige Maßnahmen einzuleiten.
Wichtige Entscheidungen stehen bevor
Der Beschlussvorschlag wird bereits am 12. November in der Stadtverordnetenversammlung behandelt. Dies stellte Jörg Zeiger von der CDU/FDP-Fraktion als einen entscheidenden Schritt heraus, um dem Bürgermeister den Rückhalt zu sichern, den er für seine Bemühungen benötigt. Ein zweiter Runder Tisch findet am 17. November in Wittstock statt, der Entscheidungsträger versammeln soll, um die nächsten Schritte zu besprechen und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Die Prognosen sind eindeutig: Ab 2027 erfüllt der Klinikstandort Wittstock nicht mehr die Voraussetzungen für einen Weiterbetrieb, wodurch eine enge Kooperation mit Pritzwalk nötig wird. So verlegt KMG bis Ende 2026 die Fachabteilungen Gastroenterologie und Kardiologie nach Pritzwalk, was zusätzliche Umbauarbeiten in diesem Krankenhaus nach sich ziehen wird.
Umbauten und Erweiterungen stehen an
In Pritzwalk müssen die Kapazitäten der Intensivstation sowie der Intermediate-Care-Station für die Kardiologie spezialisiert erweitert werden. Dies erfordert umfangreiche Umbauarbeiten und Übergangslösungen für die Herzkatheterlabore. Neben diesen temporären Lösungen ist langfristig auch der Anbau für die Herzmedizin am Klinikum Pritzwalk vorgesehen. Kühn appelliert dabei, dass ein klarer Fokus auf die Unterstützung der Wittstocker Bedürfnisse gelegt werden sollte.
Für die Bewohner der Region bedeutet dies, dass sie in den kommenden Monaten mit Veränderungen in der Gesundheitsversorgung rechnen müssen. Der Austausch zwischen Pritzwalk und Wittstock könnte ein Modell für andere Städte in ähnlichen Situationen werden. Während die Diskussionen weitergehen, bleibt abzuwarten, welche konkreten Maßnahmen letztendlich beschlossen werden, um eine optimale Gesundheitsversorgung in der Region sicherzustellen.