Schreckensnachricht für Brandenburg: Größter Schlachthof droht zu schließen!
Der größte Schlachtbetrieb Brandenburgs, das Fleischcenter Perleberg, steht vor der Schließung. 150 Arbeitsplätze in Gefahr.

Schreckensnachricht für Brandenburg: Größter Schlachthof droht zu schließen!
Das Fleischcenter Perleberg, der größte Schlachtbetrieb in Brandenburg, steht offenbar vor dem Aus. Dies bestätigte der Prignitz-Landrat Christian Müller und teilte mit, dass die Schließung des Unternehmens, das 150 Arbeitnehmer beschäftigt, in einem offiziellen Schreiben nahegelegt wurde. Ein konkreter Termin für die Schließung steht jedoch noch nicht fest, was die Unsicherheit für die Angestellten und die Region erhöht. Müller betont, dass die Schließung nicht nur negative Auswirkungen auf die Mitarbeiter haben wird, sondern auch auf den gesamten Landkreis Prignitz sowie auf die Geschäftskunden des Unternehmens. Die wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen, mit denen das Fleischcenter konfrontiert ist, wurden bereits im Austausch zwischen Kommunal- und Landespolitik sowie dem Unternehmen erörtert.
Seit Jahresbeginn sind Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) und Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbands, in Gesprächen mit dem Unternehmen. Die Ministerin stellte klar, dass trotz der Bemühungen keine greifbaren Initiativen seitens des Unternehmens ergriffen wurden. Wendorff bezeichnete die mögliche Schließung als Rückschlag für die regionale Fleischerzeugung, was man sich in der Branche kaum vorstellen kann.
Hintergrund der Schließung
Die Gründe für die drohende Schließung sind vielseitig. Hohe Energie-, Logistik- und Lohnkosten trugen erheblich zur finanziellen Misere des Unternehmens bei. Zudem haben weltweite Zoll- und Lieferbeschränkungen sowie die Auswirkungen von Tierseuchen, wie der Afrikanischen Schweinepest und der Maul- und Klauenseuche, die Situation weiter verschärft. So wurde bereits Ende 2024 eine Entlassung von 190 Mitarbeitern vollzogen, was den Wegfall vieler Arbeitsplätze in der Region zur Folge hatte.
Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg hat ebenfalls große Auswirkungen auf die Wirtschaft. Das Bundesministerium für Landwirtschaft hat informiert, dass Exportbeschränkungen für Milch- und Fleischprodukte bevorstehen könnten. Insbesondere die notwendigen Zertifikate zur MKS-Freiheit können nicht mehr ausgestellt werden, was die Exporte in Länder außerhalb der EU stark einschränken wird. In den letzten Jahren war Südkorea ein bedeutender Markt für deutsches Schweinefleisch, bevor die Importe dort wegen der Afrikanischen Schweinepest gestoppt wurden.
Folgen für die Region
Die möglichen Folgen der Schließung sind weitreichend. Ein Anstieg der Transportwege sowie steigende Kosten für Tierhalter könnten die Rückkehr zur Normalität erheblich erschweren. Darüber hinaus sorgt die Verlagerung der Wertschöpfung aus Brandenburg für zusätzliche Sorgenfalten bei Landwirtschaft und Wirtschaft. Müller betont, dass die kommunalen und politischen Vertreter gemeinsam nach Lösungen suchen müssen, um die Arbeitsplätze in der Region zu sichern.
In einer Zeit, in der die Lebensmittelproduktion zunehmend komplexer und von externen Faktoren abhängig ist, ist die Situation des Fleischcenters Perleberg ein besorgniserregendes Zeichen. Während die Branche kämpft, um angemessene Lösungen zu finden, erfordern die Herausforderungen mehr denn je ein gutes Händchen von der Politik, um die Arbeitsplätze und die regionale Wirtschaft zu schützen.
Für weitere Informationen zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den aktuellen Entwicklungen in der Lebensmittelbranche, können Sie die Berichte von Lebensmittel Praxis und Die Zeit einsehen.