Schockierende Missstände: KFC in Tierschutzskandal verwickelt!

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Ermittlungen in Brandenburg wegen Tierwohlverstößen in Hähnchenmastanlagen für KFC. Tierschutzorganisationen fordern Maßnahmen.

Ermittlungen in Brandenburg wegen Tierwohlverstößen in Hähnchenmastanlagen für KFC. Tierschutzorganisationen fordern Maßnahmen.
Ermittlungen in Brandenburg wegen Tierwohlverstößen in Hähnchenmastanlagen für KFC. Tierschutzorganisationen fordern Maßnahmen.

Schockierende Missstände: KFC in Tierschutzskandal verwickelt!

In einer schweren Krise sieht sich die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken (KFC) konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat Ermittlungen wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in drei Hähnchenmastanlagen in Brandenburg aufgenommen. Diese Informationen wurden am Donnerstag von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigt, nachdem die Tierrechtsorganisation “Aninova” eindeutige Filmaufnahmen präsentiert hatte, die kranke, verletzte und tote Tiere dokumentieren. Die Aufnahmen stammen aus Mastanlagen in Stechlin, Storkow und Mollnitz, wo die Tierhaltung offensichtlich in einem besorgniserregenden Zustand ist. Ein zentraler Punkt ist der Umstand, dass einer der Hauptabnehmer des Fleisches direkt KFC beliefert, was die Situation besonders brisant macht.

Die Dokumentationen, die vom ARD-Politikmagazin “Report Mainz” veröffentlicht wurden, enthüllen gravierende Missstände: Zu viele Tiere auf zu engem Raum, unzureichende Hygiene und eine pietätlose Behandlung der Tiere, die bei der Ausstallung gewaltsam in Transportkisten gedrängt werden. Jan Peifer von Aninova kritisierte die Betriebe, die sich zwar der Initiative Tierwohl angeschlossen haben, jedoch die festgelegten Tierschutzkriterien nicht einhalten. Mit dieser öffentlichen Rüge wird es für KFC zunehmend schwieriger, die Werbeaussagen über „glückliche Hühner auf grüner Wiese“ aufrechtzuerhalten, während solche schockierenden Aufnahmen die Wirklichkeit entlarven.

Reaktionen und Konsequenzen

Die Initiative Tierwohl hat in einem der betroffenen Betriebe bereits eine Sperre verhängt und ein Sanktionsverfahren eingeleitet, nachdem gravierende Verstöße festgestellt wurden. Eine Berichterstattung von Tagesschau unterstreicht, dass in einigen Fällen sogar Zwangsgelder verhängt wurden, da die Betriebe augenscheinlich nicht in der Lage waren, notwendige Verbesserungen wie die Nachrüstung von Tränkesystemen zeitgerecht umzusetzen. Trotz dieser Mängel wurden die Tiere weiterhin unter dem Label der Initiative Tierwohl geschlachtet.

KFC selbst hat sich zu den Vorwürfen geäußert und versichert, dass eine umfassende Prüfung der aktuellen Situation gemeinsam mit den Lieferanten stattfinden werde. Sollte sich herausstellen, dass die Standards nicht eingehalten wurden, so wird KFC „Maßnahmen ergreifen“. Hinweisenswert ist, dass die Kette in Deutschland über 200 Restaurants betreibt und einen klaren Expansionskurs fährt, womit die öffentliche Wahrnehmung umso bedeutender wird.

Strafanzeige gegen den Betreiber

Die Staatsanwaltschaft hat bereits eine Strafanzeige gegen den Betreiber einer Einrichtung in Storkow entgegengenommen. Der Vorwurf betrifft hierbei nicht nur die Misshandlungen in den Betrieben, sondern auch die potenziellen Straftatbestände, die laut der hessischen Landestierschutzbeauftragten Madeleine Martin vorliegen. Auch die Veterinärbehörden mehrerer Landkreise in Brandenburg haben begonnen, Ermittlungen wegen Tierschutzverstößen einzuleiten. Eines der größten Probleme bleibt die katastrophale Haltung der Masthähnchen, die laut Berichten auf zentimeterdicken Schichten aus Kot stehen.

Die Entwicklungen zeigen deutlich, dass es für KFC und die betroffenen Betriebe dringend notwendig ist, sich mit den Vorwürfen auseinanderzusetzen und an den hohen Standards festzuhalten, die sie in der Werbung propagieren. Die Situation wirft nicht nur Fragen zur Tierhaltung auf, sondern auch zu den Werten, die große Unternehmen vertreten sollten. RBB24 wird die Entwicklungen gewissenhaft verfolgen und frühzeitig über weitere Ergebnisse berichten.