Polizei Brandenburg weitet Bodycam-Test aus – Sicherheit für alle!

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Die Polizei Brandenburg testet Bodycams in Teltow-Fläming zur Gewaltprävention und Einsatzerfassung. Erweiterung geplant.

Die Polizei Brandenburg testet Bodycams in Teltow-Fläming zur Gewaltprävention und Einsatzerfassung. Erweiterung geplant.
Die Polizei Brandenburg testet Bodycams in Teltow-Fläming zur Gewaltprävention und Einsatzerfassung. Erweiterung geplant.

Polizei Brandenburg weitet Bodycam-Test aus – Sicherheit für alle!

Seit dem heutigen Tag avanciert die Polizei Brandenburg zu einem spannenden Schauplatz für technologische Innovationen im Polizeiwesen. Der Einsatz von Bodycams steht dabei im Fokus. Wie Tagesspiegel berichtet, plant die Polizei, die Testphase auszuweiten und auf mindestens zwei weitere Dienststellen auszurollen.

In der aktuellen Testphase sind etwa 30 Bodycams im Einsatz, insbesondere in den Polizeiinspektionen Teltow-Fläming und Potsdam. Der Polizeipräsident Oliver Stepien hebt hervor, dass diese Kameras dazu beitragen sollen, Einsätze transparenter zu gestalten, potenzielle Gewalttäter abzuschrecken und wichtige Beweise zu sichern.

Schutz für Polizisten und Bürger

Wie Innenminister Michael Stübgen klarstellt, sind Bodycams ein bedeutendes Element für die Sicherheit der Polizeikräfte und die Gewaltprävention. Im letzten Jahr waren über 2.000 Polizeibedienstete Opfer von Gewalt; diese besorgniserregende Zahl stieg im ersten Halbjahr 2025 leicht an. Die Bodycams sollen nicht nur deeskalierend wirken, sondern auch zur objektiven Aufklärung von Vorfällen beitragen.

Aktuell nehmen mehr als 10 Polizistinnen und Polizisten aus dem Wach- und Wechseldienst freiwillig an der Erprobung teil und wurden intensiv im Umgang mit der Technik geschult. Die Polizeibeamten tragen die Kameras in einer gut sichtbaren Außentragehülle, die ebenfalls getestet wird. Die Aufzeichnungen werden nach 14 Tagen automatisch gelöscht, sofern sie nicht als Beweismittel oder zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit benötigt werden.

Erweiterte Einsatzmöglichkeiten und Taser

Stepien denkt bereits über eine Ausweitung der Bodycams nach, auch auf den Einsatz in Wohnungen. Gegenwärtig liegt der Fokus noch auf Auseinandersetzungen im öffentlichen Raum. In einem Schritt weiter plant die Polizei auch die mögliche Ausweitung von Tasern auf Polizeireviere. Derzeit sind gut 370 Tasern im Polizeipräsidium Brandenburg verteilt, was die Möglichkeiten zur Deeskalation in kritischen Situationen erhöhen könnte.

Obwohl die Waffeneinsatzspanne der Taser umstritten ist – insbesondere bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen – betont Stepien, dass sie Angreifer kurzfristig außer Gefecht setzen können und in bestimmten Fällen bereits durch das Androhen eines Tasers Wirkung zeigen.

Technologische Unterstützung durch „Super Recognizer“

Ein innovativer Ansatz zur Straftatenbekämpfung ist der Einsatz von speziellen menschlichen Fähigkeiten. Die Polizei in Brandenburg hat zwei „Super Recognizer“ – Rekruten, die außergewöhnlich gut Gesichter und Bewegungen erkennen können. Auch in Berlin setzen bereits fünf Polizisten hauptamtlich auf diese besondere Fähigkeit im Einsatz. Stepien unterstreicht, dass bei steigendem Bedarf an Bodycams oder Tasern nachgelegt werden könnte, aber zunächst gilt es, die gesammelten Erfahrungen auszuwerten.

Mit der Testphase der Bodycams zeigt die Polizei Brandenburg, dass sie ein gutes Händchen für neue Technologien hat, um die Sicherheit sowohl der Bediensteten als auch der Bürger zu erhöhen. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die Auswertung der Tests bringen wird und inwiefern die Technologien in der täglichen Polizeiarbeit künftig Einzug halten werden.