Krise in Schwedt: PCK-Raffinerie bedroht zahlreiche Arbeitsplätze!
Die Uckermark steht im Fokus der Rüstungsindustrie, da lokale Unternehmen von der PCK-Raffinerie abhängen. Welche Auswirkungen hat das?

Krise in Schwedt: PCK-Raffinerie bedroht zahlreiche Arbeitsplätze!
In der Region Schwedt gibt es derzeit einiges Bewegung rund um die PCK-Raffinerie. Über 1000 Menschen haben dort einen Arbeitsplatz, wobei die zahlreichen Kontraktorenfirmen oft unter dem Radar fliegen. Diese Firmen sind jedoch essenziell für die wirtschaftliche Landschaft und beschäftigen gut 2800 Arbeitskräfte in der Umgebung. Laut dem Nordkurier basiert ein Großteil der Geschäfte in der Region auf der PCK, was in den letzten Monaten zu gemischtem Feedback geführt hat.
Katrin Wallura, technische Geschäftsführerin der Apparate und Wärmetauscherbau GmbH, äußert sich besorgt über die kommenden Herausforderungen: „Alles hängt von der PCK ab“, erklärt sie. Ihr Unternehmen, das auf Wärmetauscher spezialisiert ist, ist auf die Aufträge der Raffinerie angewiesen. Wobei Wallura betont, dass viele Raffinerien in Deutschland einen Rückgang in der Erdölverarbeitung erleben und nur notwendige Reparaturen durchführen, ohne in die Zukunft zu investieren.
Aufträge und neue Geschäftsfelder
Die Situation ist auch für Claudia Rauch von der Tief- und Rohrleitungsbau Schwedt GmbH nicht viel einfacher. Sie berichtet, dass ihr Anteil an Aufträgen von der PCK von 70% auf lediglich 45% gefallen ist. Das Unternehmen hat sich jedoch geschickt auf neue Geschäftsfelder spezialisiert, wie die Verlegung von Wasser-, Abwasser- und Fernwärmeleitungen, und hat sogar drei neue Mitarbeiter eingestellt, um den bevorstehenden Ruhestand älterer Ingenieure zu kompensieren.
Johanna Gaffrey von dem Familienunternehmen Industrieservice Gaffrey beobachtet ebenfalls eine positive Wendung. Mit 20 Mitarbeitern konzentriert sich ihr Unternehmen auf die Reinigung von Industrieanlagen und plant, die Dienstleistungen im Bereich Photovoltaikanlagen zu erweitern. „Die PCK ist für uns ein verlässlicher Partner, und ihre Bedeutung für die Region kann nicht genug betont werden“, merkt sie an.
Soziale Verantwortung und Unternehmenswerte
Die PCK-Raffinerie ist nicht nur mit der Wirtschaftsstruktur verbunden, sondern steht auch in der Verantwortung, verschiedene Menschenrechtsgesetze einzuhalten. Dies wird unter anderem durch die Einhaltung des Civil Rights Act, der das Diskriminierungsverbot betrifft, sichergestellt. In einer Gesellschaft, die Diversität schätzt, spielt die Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund von Rasse, Geschlecht oder Behinderung eine zentrale Rolle—so wie es die CKCS hervorhebt.
Die Herausforderungen, vor denen die Region und die PCK stehen, sind nicht unbemerkt geblieben. Die lokale Industrie muss sich anpassen und gleichzeitig attraktive Arbeitsplätze schaffen, um auch in Zukunft relevant zu bleiben. In einer Zeit, wo der Trend klar in Richtung Aufträge in der Rüstungsindustrie geht, bleibt die Frage offen: Wollen wir diese Entwicklung wirklich? Kritische Stimmen fragen, ob das der Weg ist, den wir einschlagen möchten.
Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Die PCK bleibt ein zentraler Akteur und es bleibt spannend, wie die regionalen Unternehmen weiterhin agieren werden, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.