Deutschland springt auf Platz 14 im EU-Digitalisierungs-Index!
Deutschland hat sich im EU-Digitalisierungsranking auf Platz 14 verbessert. Was das für die Zukunft bedeutet, erfahren Sie hier.

Deutschland springt auf Platz 14 im EU-Digitalisierungs-Index!
Die Digitalisierung in Deutschland nimmt langsam Fahrt auf, wie die neuesten Auswertungen des Bitkom-Digitalisierungsindex zeigen. Am 13. August 2025 wird bekannt, dass Deutschland im EU-weiten Vergleich auf Rang 14 von 27 Mitgliedstaaten vorgerückt ist, nachdem es im Vorjahr noch auf Platz 16 lag. Dennoch bleibt der Aufstieg unter den Erwartungen, da zwischen 2021 und 2023 zeitweise Ränge 12 und 13 erreicht wurden. Baumarktmanager berichtet, dass Deutschland sich vor allem in der digitalen Wirtschaft (Rang 8) und der Netzqualität (Rang 9) verbessert hat. Allerdings schneidet die digitale Verwaltung mit lediglich Rang 21 bescheiden ab.
Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst kritisiert die digitale Rückständigkeit Deutschlands unter der Ampelregierung und fordert von der neuen Bundesregierung, jährlich mindestens zwei Plätze gutzumachen. Sein Anliegen ist klar: Deutschland muss ins vordere Drittel des Rankings. Ein Digitalministerium sieht er als ersten essenziellen Schritt, um die notwendigen Veränderungen voranzutreiben.
Der Handlungsbedarf ist groß
In punkto digitale Kompetenzen belegt Deutschland den 15. Platz – das ist noch ausbaufähig. Nur 20 Prozent der Bevölkerung haben überdurchschnittliche Fähigkeiten in Informations- und Kommunikationstechnologien, während die Spitzenreiter Finnland, die Niederlande und Schweden hier mehr als nur ein gutes Händchen zeigen. Auch in der digitalen Verwaltung ist Aufholbedarf angesagt: Die Nutzung digitaler Verwaltungsdienstleistungen liegt bei nur 64 Prozent – das ist mehr als zehn Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass nur 38 Prozent der Formulare mit bereits bekannten Daten vorausgefüllt sind, während der EU-Durchschnitt bei 71 Prozent liegt. n-tv bemerkt zudem, dass Deutschland im Bereich „Digitale Transformation von Unternehmen“ Platz 8 erreicht hat und hier mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie Cloud-Services schneller vorankommt.
Die Herausforderungen bleiben jedoch erheblich. Hohe Stromkosten werden als Wettbewerbsnachteil für Betreiber von Rechenzentren und Netzen angesehen, was die digitale Infrastruktur weiter belastet. Deutschland liegt im Bereich digitale Infrastruktur zwar auf Rang 9, hat jedoch mit der Nutzung nur Platz 19 erreicht. Hier gibt es also noch viel Luft nach oben. Der gesamte Digitalisierungsprozess erfordert klare politische Ziele. Der Bitkom fordert einen umfassenden digitalpolitischen Fahrplan, mit dem Bürokratie abgebaut und Investitionen angestoßen werden sollen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Fraunhofer-Gesellschaft hat im Rahmen ihrer Studien seit 2017 den Deutschland-Index der Digitalisierung ins Leben gerufen. Diese Untersuchung erfasst über 40 Kennzahlen in den Bereichen Infrastruktur, Verwaltung und Gesellschaft, die für eine klare Analyse der digitalen Transformationsprozesse relevant sind. Laut Fraunhofer wurde im Rahmen der letzten Studie erstmals auch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass die Mehrheit der Internetnutzer:innen Generative KI noch nicht nutzt, should dies aber überwiegend für berufliche Zwecke tun.
Mit diesem Hintergrund ist klar: Aktion ist gefragt. Die gesellschaftlichen Auswirkungen der KI-Nutzung werden eher negativ bewertet, und es besteht die Notwendigkeit, die digitale Bildung weiter auszubauen und das Bewusstsein für die digitalen Möglichkeiten zu schärfen. Nur so kann Deutschland nicht nur im Ranking, sondern auch in der digitalen Wirklichkeit Anschluss finden und die Vorteile der Digitalisierung für alle Bürger nutzen. Das alles erfordert nicht nur technologische, sondern auch gesellschaftliche Anstrengungen, um mit den Führern in der EU gleichzuziehen.