FDP-Landesvorstand in MV übersteht Abwahlantrag – Spaltung vertieft sich!
Der FDP-Landesvorstand in Mecklenburg-Vorpommern übersteht am 08.11.2025 einen Abwahlantrag knapp. Tiefe Spaltung und Forderung nach Neuanfang prägen die Diskussion.

FDP-Landesvorstand in MV übersteht Abwahlantrag – Spaltung vertieft sich!
Der turbulente Abend in Wismar hat für die FDP in Mecklenburg-Vorpommern ein knappes Ergebnis gebracht. Am 8. November 2025 überstand der Landesvorstand unter René Domke nur mit Mühe einen Abwahlantrag. Bei der Abstimmung stimmten 49 Delegierte für die Abwahl, während 57 dagegen votierten, was den Vorsitzenden Domke voll und ganz zuversichtlich stimmt, wie er erklärte: „Das Votum ist ein Vertrauensbeweis und Auftrag zur Fortsetzung unserer Arbeit.“ Die Situation zeigt jedoch, wie tief die Spaltung innerhalb der Partei geht.
Auf dem außerordentlichen Parteitag äußerten mehrere Delegierte laute Forderungen nach einer inhaltlichen Kurskorrektur und einem personellen Neuanfang. Domke, der sich klar gegen die AfD positionierte, musste sich trotz der Unterstützung auch offenen Kritikern stellen, die seine Führungsqualitäten in Frage stellten. Paul Bressel forderte sogar öffentlich seinen Rücktritt, was die Spannungen innerhalb der Gruppe weiter anheizte. Redner sprachen von „mangelnder Meinungsfreiheit“ und „Einschüchterungsversuchen“ während des Parteitags. Die Situation führte auch dazu, dass Generalsekretär David Wulff im Herbst 2024 zurücktrat und zwei Abgeordnete die Fraktion verließen, wodurch die verbleibende Gruppe auf einen honorarpolitischen Status zurückgestuft wurde.
Ein Blick in die Zukunft
Die kommende Delegiertenkonferenz am Sonntag wird entscheidend sein, da sie die Landesliste für die Landtagswahl 2026 bestimmen soll. Aktuelle Umfragen deuten darauf hin, dass die FDP Schwierigkeiten hat, die Fünf-Prozent-Hürde zu überschreiten, nachdem sie bei den letzten Wahlen 2021 nur 5,8 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Domke plant indes, vom Landtag ins Rathaus der Hansestadt zu wechseln, was vielleicht ein weiterer Schritt in die richtige Richtung sein könnte, doch sein Rückzug könnte nicht nur persönliche Gründe haben, sondern auch auf die parteiinternen Zerwürfnisse und Intrigen zurückzuführen sein.
In der aktuellen Gemengelage gilt es, den Zusammenhalt zu stärken, um die Ziele der Partei in Einklang mit den Erwartungen der Wähler zu bringen. Das Potenzial zur Reform und Neuausrichtung bleibt da, aber der Weg scheint steinig.
Für alle, die mehr über die FDP und ihre Entwicklungen erfahren möchten, empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Webseite der FDP.
Die anhaltende öffentliche Diskussion um die innerparteiliche Dynamik zeigt, dass die FDP in Mecklenburg-Vorpommern vor einer entscheidenden Bewährungsprobe steht, die nicht nur ihre interne Stabilität, sondern auch ihr Image in der Wählerschaft auf die Probe stellt. Bleibt zu hoffen, dass die Partei ein gutes Händchen hat, um diese Herausforderungen zu meistern und gestärkt aus der Krise hervorzugehen.