Fischer der Ostsee atmen auf: Hering-Fang trotz Quotenverbot erlaubt!

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Fischer aus Mecklenburg-Vorpommern dürfen 2026 trotz Fangverboten weiterhin Hering fangen, um die Fischbestände nachhaltig zu bewahren.

Fischer aus Mecklenburg-Vorpommern dürfen 2026 trotz Fangverboten weiterhin Hering fangen, um die Fischbestände nachhaltig zu bewahren.
Fischer aus Mecklenburg-Vorpommern dürfen 2026 trotz Fangverboten weiterhin Hering fangen, um die Fischbestände nachhaltig zu bewahren.

Fischer der Ostsee atmen auf: Hering-Fang trotz Quotenverbot erlaubt!

Die Situation der Fischerei in der deutschen Ostsee bleibt kompliziert, aber es gibt Hoffnung für kleine Küstenfischer. Im Jahr 2026 dürfen sie trotz strenger Fangverbote weiterhin geringe Mengen Hering fangen. NDR berichtet, dass diese Entscheidung auf das Drängen Deutschlands zurückgeht, denn EU-Landwirtschaftsminister einigten sich auf einige Ausnahmen, um den kleinen Fischern unter die Arme zu greifen.

Grundsätzlich bleiben die Fangmöglichkeiten für Dorsch und Hering in der westlichen Ostsee jedoch stark eingeschränkt. So dürfen Küstenfischer nur unter bestimmten Bedingungen Hering fangen, nämlich mit kleinen Booten und passiven Fanggeräten. Für Hobby-Angler gibt es ebenfalls erfreuliche Nachrichten: Sie dürfen weiterhin einen Lachs pro Tag aus der Ostsee fangen. Aber nicht alles ist rosig: Hering ist in der westlichen Ostsee nur als Beifang erlaubt und für Dorsch gilt ein Fangverbot in der gesamten Ostsee.

Fanglimits und Nachhaltigkeit

Die neuen Fangquoten sind ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Fischerei. Die bisherigen Fanglimits wurden angehoben oder gesenkt, um den Fischbestand besser zu regulieren. So wurde das Fanglimit für Sprotte um 45 Prozent erhöht, während die zuliessige Gesamtfangmenge für Hering im Rigaer Meerbusen um 17 Prozent gesenkt wurde. Auch der Fang von Bothnian-Hering wurde um 40 Prozent reduziert, da dessen Bestand auf niedrigem Niveau ist. Dies ist laut WWF Teil der Bemühungen, den höchstmöglichen Dauerertrag (Maximum Sustainable Yield, MSY) zu erreichen.

Die meisten von diesen Änderungen basieren auf wissenschaftlichen Empfehlungen des ICES und dem Vorschlag der Kommission. Trotzdem gibt es Kritik von Naturschutzverbänden, die die Fangquoten als unzureichend ansehen. Schließlich ist die aktuelle Realität so, dass von den Fischbeständen in Nord- und Ostsee fast 43% überfischt sind, laut dem WWF.

Vorbereitungen für die Zukunft

Eine endgültige Entscheidung über die neuen Fangquoten wird in einer kommenden Sitzung des Rates beschlossen. Die Entwicklungen in der europäischen Fischereipolitik zeigen, wie herausfordernd es ist, die Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Schutz maritimer Ressourcen zu finden. Politische Versprechen, die wissenschaftlichen Empfehlungen zu berücksichtigen, werden häufig gebrochen, was zu Widerstand in der Industrie führt.

Insgesamt bleibt die Hoffnung, dass ein bewusstes Handeln der Akteure in der Fischerei und die Einhaltung von nachhaltigen Praktiken langfristig zur Regeneration unserer Fischbestände führen. Es liegt also an uns, darauf zu schauen, dass wir es auch in Zukunft mit der Fischerei nicht übertreiben – schließlich gibt’s noch viel zu fangen!