NABU warnt: Plastiknetze tödliche Falle für Vögel – So füttern Sie richtig!
Erfahren Sie, wie NABU vor plastikummantelten Meisenknödeln warnt und umweltfreundliche Fütterungsalternativen empfiehlt.

NABU warnt: Plastiknetze tödliche Falle für Vögel – So füttern Sie richtig!
Immer mehr Gartenbesitzer in Köln macht es nachdenklich: Die Verwendung von gekauften Meisenknödeln in Plastiknetzen könnte fatale Folgen für die heimischen Vögel haben. Dies warnt der NABU. Die Netze, die gemeinhin zur Aufbewahrung von Meisenknödeln verwendet werden, stellen nicht nur eine Gefahr für Vögel dar, die sich darin verfangen können, sondern auch für den Boden und die Umwelt. Besonders die unerfahrenen Jungvögel leiden oft unter dieser fesselnden Gefahr, die zu ihrem Tod führen kann.
Die Problematik wird noch komplizierter: Große Vögel wie Elstern sind in der Lage, ganze Meisenknödel samt Netz zu entwenden und damit Müll in die Natur zu tragen. Diese Plastiknetze verbleiben Jahrzehnte im Garten, zersetzen sich jedoch langsam zu Mikroplastikpartikeln, was die Situation weiter verschärft. Die Folgen sind verheerend: Laut dem WWF gelangen jährlich schätzungsweise über 11 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere, wobei die gefräßigen Meeresvögel oft das Plastik mit Nahrung verwechseln und so ernsthaft gefährdet sind.
Umweltfreundliche Alternativen
Ein Ausweg aus dieser Misere bietet die Option, selbstgemachte Meisenknödel herzustellen, die überdies ohne Plastiknetze auskommen. Die Anleitung ist einfach und benötigt nur ein paar Zutaten wie Rindertalg oder Kokosfett, Sonnenblumenkerne, Haferflocken und gehackte Erdnüsse. Auch eine alte Tasse kann als kreative Futterstation dienen – einfach die Mischung hineingefüllt und aufgehängt, schon erfreuen sich die gefiederten Freunde an einem Festmahl.
Der NABU empfiehlt zudem, Futterstationen und spezielle Spiralen zur Aufhängung von losen Knödeln zu nutzen. Wer es besonders einfallsreich mag, kann alte Schneebesen als Drahtbehälter für die Vögel nutzen. Es ist an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und beim Kauf von Vogelfutter auf hochwertige Produkte zu setzen. Gekaufte Meisenknödel mit Plastiknetzen sollten dringend aus dem Garten entfernt und im Restmüll entsorgt werden.
Gemeinsam aktiv werden
Doch nicht nur im eigenen Garten gilt es, auf den Umgang mit Plastik zu achten. Die Umwelt leidet unter den Folgen von Plastikmüll in allen Bereichen. Besonders durch Wind und Regen gelangen diese Müllpartikel in Flüsse und schließlich in die Ozeane, wo sie die Nahrungskette gefährden. Auf See verheddern sich nicht nur Vögel in alten Fischernetzen, sondern sie können auch durch Verschlucken von Mikroplastik ernsthaften Schaden erleiden. Wie ein Albatros zeigt, haben bereits über 90 % der beobachteten Vogelarten in der Nordsee Plastik im Magen. Es ist ein alarmierendes Bild, das uns aufzeigt, wie dringend Handlungsbedarf besteht.
Deshalb sollten Gartenfreunde und Naturliebhaber nicht nur ihre Gärten umweltfreundlicher gestalten, sondern auch das Bewusstsein für Plastikmüll schärfen. Maßnahmen zur Bekämpfung der Plastikflut sind vielfältig: von der Reduktion von Einwegplastik über Initiativen zur Müllbeseitigung an Stränden bis hin zu engagierten Cleanup-Aktionen.
Es liegt an uns, aktiv zu werden und eine bessere Zukunft für unsere gefiederten Freunde und die Umwelt zu schaffen. Jedes kleine Stück zählt!