Streit um Hannah-Arendt-Woche: Lesung in Schlagsdorf bleibt!

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Literaturhaus Klütz sagt Hannah-Arendt-Woche ab. Nur Lesung mit Grit Poppe im Grenzhus Schlagsdorf findet statt.

Literaturhaus Klütz sagt Hannah-Arendt-Woche ab. Nur Lesung mit Grit Poppe im Grenzhus Schlagsdorf findet statt.
Literaturhaus Klütz sagt Hannah-Arendt-Woche ab. Nur Lesung mit Grit Poppe im Grenzhus Schlagsdorf findet statt.

Streit um Hannah-Arendt-Woche: Lesung in Schlagsdorf bleibt!

Die geplante Hannah-Arendt-Woche im Literaturhaus Klütz musste aufgrund eines heftigen Streits zwischen der Stadt und dem Literaturhaus abgesagt werden, doch eine Lesung findet dennoch statt. Laut NDR wird die Autorin Grit Poppe am Mittwochabend im Grenzhus in Schlagsdorf aus ihrem Roman “Weggesperrt” lesen. Diese Lesung bleibt als einzige Veranstaltung der abgesagten Kulturwoche erhalten.

Die Stornierungen folgen auf die umstrittene Entscheidung der Stadt Klütz, den Publizisten Michel Friedman von der Teilnahme an der Kulturwoche im kommenden Jahr auszuschließen. Diese Maßnahme sorgte für bundesweite Kritik und führte dazu, dass mehrere Künstler ihre Auftritte absagten und nach Lübeck verlegten. Der ehemalige Literaturhausleiter Oliver Hintz wird in Lübeck eine Gesprächsrunde moderieren, was für zusätzliche Aufregung sorgt.

Kultur im Blick der Öffentlichkeit

Klütz steht momentan im Zentrum einer bundesweiten Debatte, nicht zuletzt wegen des Liedes „Klütz – Ein kleiner Ort im großen Sturm“, das die Ausladung Friedmans sowie den Rücktritt des Bürgermeisters Jürgen Mevius thematisiert. Der stürmische Oktobertag, an dem diese Entwicklungen medial aufbereitet wurden, spiegelt die unruhige Lage in der Kommune wider, berichtet Nordkurier.

Die Absage der Hannah-Arendt-Woche wird von Barbara Stierand, einer Vertreterin des Fördervereins des Literaturhauses, bedauert. Sie hofft auf eine baldige Klärung der Situation und möchte die Veranstaltung im nächsten Jahr dennoch umsetzen. Dabei werden Themen wie persönliche Verantwortung, Schuld und politische Freiheit über Uwe Johnson und Hannah Arendt, die eine enge Freundschaft verband, behandelt.

Was passiert jetzt in Klütz?

Die Diskussionen in Klütz gehen indessen weiter. Medien berichten über ein gefühltes Chaos, das die Vergangenheit des Literaturhauses und die Zukunft der Kulturangebote beschreibt. Im Rahmen dieser Debatte kündigte der Förderverein an, dass am kommenden Montag eine Entscheidung über die Zukunft der Hannah-Arendt-Woche getroffen werden soll.

Neben den kulturellen Aspekten regt die Situation auch zum Nachdenken über gemeinschaftliche Lösungen an. Veranstaltungen wie die Lesung mit Grit Poppe bieten Hoffnung auf einen Neuanfang in Klütz. Für die Bürgerinnen und Bürger ist es von großer Bedeutung, in diesen stürmischen Zeiten eine gemeinsame Stimme zu finden.