Vandalismus-Alarm in Hagenow: Brunnen am Lindenplatz verwüstet!

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Vandalismus beschädigt Wasserspiele und Trinkbrunnen in Hagenow. Stadt arbeitet an schneller Reparatur und beteiligt sich am Refill-Projekt.

Vandalismus beschädigt Wasserspiele und Trinkbrunnen in Hagenow. Stadt arbeitet an schneller Reparatur und beteiligt sich am Refill-Projekt.
Vandalismus beschädigt Wasserspiele und Trinkbrunnen in Hagenow. Stadt arbeitet an schneller Reparatur und beteiligt sich am Refill-Projekt.

Vandalismus-Alarm in Hagenow: Brunnen am Lindenplatz verwüstet!

In Hagenow haben sich besorgniserregende Vorfälle ereignet, die die Stadtgemeinschaft erschüttern. Wie der Nordkurier berichtet, wurde das Wasserspiel auf dem Lindenplatz durch Vandalismus schwer beschädigt. Gewaltsam verbogene Düsen machen den Betrieb unmöglich, was die Stadt dazu gezwungen hat, das Wasserspiel abzuschalten. Neben diesem Vorfall kam es auch zu Zerstörungen am Trinkwasserbrunnen, der nun ebenfalls nicht funktionsfähig ist.

Der erste stellvertretende Bürgermeister Gideon Wilken äußerte sich bestürzt über die Zerstörung und kündigte an, dass die Stadt an der Reparatur des Brunnens arbeitet, um ihn so schnell wie möglich wieder zugänglich zu machen. Die Stadt Hagenow nimmt zudem am bundesweiten Projekt „Refill“ teil, das es ermöglicht, Trinkflaschen kostenlos an verschiedenen Standorten nachzufüllen. Ziel dieser Initiative ist es, Müll durch Einwegflaschen zu reduzieren und den Bürger:innen bei Hitze einen kühlen Kopf zu bewahren.

Schleichender Kulturgutverlust?

Wie oft bei Kunst im öffentlichen Raum, passiert es, dass diese besonderes Ziel von Vandalismus werden. Ein aktuelles Beispiel findet sich in Münster, wo im Rahmen der „Skulpturprojekte“ mehrere Kunstwerke beschädigt wurden. Nicole Eisenman’s Figuren um einen Parkbrunnen wurden bereits zum zweiten Mal attackiert, und auch Werke des japanischen Künstlers Koki Tanaka wurden Opfer mutmaßlicher Diebe. Laut dem Deutschlandfunk Kultur sind diese Angriffe auf Kunst im öffentlichen Raum oft nicht nur Zerstörungswut, sondern können auch ökonomische Motive dahinterstecken.

Marianne Wagner, eine Kuratorin aus Münster, warnt vor voreiligen Schlüssen über die Beweggründe dieser Taten. Oftmals sehen sich Passant:innen in eine direkte Interaktion mit der Kunst gedrängt, was nicht jeder als positiv empfindet. Kunst im Stadtbild fordert eine Auseinandersetzung, die manchmal auch in Zerstörung münden kann. Ein Fall für die Diskurse, die solche Werke begleiten.

Wasserspiele, wie sie einst waren

Eine tiefere Verbindung zur Wasserarchitektur bietet der Bergpark Wilhelmshöhe, eine UNESCO-Weltkulturerbestätte. Diese beeindruckenden Wasserspiele haben eine herausragende Bedeutung und sind ein Zeugnis des europäischen Absolutismus. Laut UNESCO sind die Technik und die Monumentalität der Wasserkünste vollständig erhalten und nicht durch Vernachlässigung bedroht. Dieses Ensemble bleibt ein wichtiges Beispiel für die Gartenkunst des Barock und der Romantik.

So stellt sich die Frage: Was sagt uns diese Entwicklung in Hagenow über den Umgang mit Kunst und öffentlichem Raum? Das Bewusstsein dafür, was der Erhalt von kulturellen Gütern bedeutet, dürfte sich angesichts der aktuellen Ereignisse noch stärker sensibilisieren müssen. Von zerbrochenen Werten bis hin zu intakter Kultur – der Weg ist lang und steinig.