Pflegekräfte in MV: Löhne auf dem tiefsten Stand Deutschlands!

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Mecklenburg-Vorpommern bleibt Schlusslicht bei Pflege-Löhnen. Ein Anstieg auf 22,44 Euro zeigt landesweite Herausforderungen im Arbeitsmarkt.

Mecklenburg-Vorpommern bleibt Schlusslicht bei Pflege-Löhnen. Ein Anstieg auf 22,44 Euro zeigt landesweite Herausforderungen im Arbeitsmarkt.
Mecklenburg-Vorpommern bleibt Schlusslicht bei Pflege-Löhnen. Ein Anstieg auf 22,44 Euro zeigt landesweite Herausforderungen im Arbeitsmarkt.

Pflegekräfte in MV: Löhne auf dem tiefsten Stand Deutschlands!

In Mecklenburg-Vorpommern wird es zunehmend herausfordernd für die Pflegekräfte. Aktuellen Berichten zufolge ist das Bundesland das Schlusslicht bei der Bezahlung von Pflegekräften in Deutschland. Laut dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) stieg der durchschnittliche Stundenlohn von Pflegekräften zwar von 21,16 Euro auf 22,44 Euro, jedoch reicht dies nicht aus, um die Region ansprechend zu positionieren. Im Vorjahr belegte Mecklenburg-Vorpommern bereits den vorletzten Platz, doch nun hat es den letzten Rang erreicht, noch unter Thüringen, wo der Stundenlohn bei etwa 22,54 Euro liegt.

Im Bundesschnitt hingegen steigt der durchschnittliche Stundenlohn in der Pflege auf 23,70 Euro, was einem Anstieg von 4,9 Prozent entspricht. Insgesamt bleibt die Situation für Pflegeberufe angespannt, denn die steigenden Personalkosten haben direkte Auswirkungen auf die Eigenanteile der Pflegebedürftigen – ein Umstand, der nicht nur die Pflegekassen, sondern auch die Bewohner belastet, da viele Kosten wie Unterkunft und Verpflegung nicht von der Pflegeversicherung übernommen werden.

Die Lohnsituation im Überblick

Die Löhne und Gehälter in Deutschland haben 2024 um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Doch in Mecklenburg-Vorpommern ist die Lage besonders besorgniserregend: Laut NDR verdienen hier 126.900 Beschäftigte weniger als 2.750 Euro netto im Monat. Dies bedeutet, dass fast jeder dritte Vollzeitbeschäftigte in der Region unter dieser Marke liegt, während bundesweit nur jeder fünfte Arbeitnehmer betroffen ist.

Das Medianentgelt für Vollzeitbeschäftigte beträgt in Mecklenburg-Vorpommern 3.294 Euro, während Arbeitnehmer in Hamburg im Durchschnitt 4.527 Euro verdienen. Diese Diskrepanz führt laut Bundestagsabgeordnetem Dietmar Bartsch dazu, dass viele Menschen in Altersarmut enden könnten. Er fordert einen Monatsbruttolohn von mindestens 3.300 Euro, um ein würdiges Leben im Ruhestand zu gewährleisten.

Fachkräfte in der Pflege stark gefragt

Die Nachfrage nach Fachkräften in Gesundheits- und Pflegeberufen wächst, und die Verdienste sind überdurchschnittlich gestiegen. Nach Angaben von Tagesschau lag der durchschnittliche Bruttoverdienst für Vollzeitbeschäftigte in diesen Berufen im April 2024 bei stolzen 4.048 Euro, was einen eindrucksvollen Anstieg von 43,1 Prozent im Vergleich zu 2014 darstellt. Insbesondere in der Altenpflege erfreuen sich Fachkräfte von einem signifikanten Gehaltsplus.

Die Werbetrommel für die Pflegeberufe wird jedoch schwieriger geschlagen, wenn die grundsätzliche Lohnsituation nicht verbessert wird. Die zusätzlichen Belastungen durch steigende Pflegekosten und die Notwendigkeit, mehr für Unterkunft, Verpflegung und Ausbildung zu zahlen, sinken oft nicht von der Hand. Unabhängig von den Herausforderungen ist es klar, dass die politischen Entscheidungsträger dringend handeln müssen, um die Arbeitsbedingungen und das Lohnniveau zu verbessern.