Schwerin: Angler kämpft zwei Stunden mit 50-Kilo-Marmorkarpfen!

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Ein Angler aus Schwerin kämpfte zwei Stunden mit einem 50 kg schweren Marmorkarpfen im Lankower See – ein besonderer Fang!

Ein Angler aus Schwerin kämpfte zwei Stunden mit einem 50 kg schweren Marmorkarpfen im Lankower See – ein besonderer Fang!
Ein Angler aus Schwerin kämpfte zwei Stunden mit einem 50 kg schweren Marmorkarpfen im Lankower See – ein besonderer Fang!

Schwerin: Angler kämpft zwei Stunden mit 50-Kilo-Marmorkarpfen!

Angler Christian Geese aus Schwerin hatte kürzlich ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Lankower See. Er wollte eigentlich Zander fangen, als ihm ein etwa 50 Kilogramm schwerer Marmorkarpfen an den Haken ging. Der Karpfen, der stolze 125 Zentimeter lang war, zog Geese und sein Boot über den halben See und stellte seine Fähigkeiten auf die Probe. Nach einem spannenden zwei Stunden dauernden Kampf, in dem er sogar seine Schlüssel ins Wasser fallen ließ, gelang es Geese, den Fisch zu landen und ein Andenken in Form eines Anglerfotos festzuhalten. Sein Schwiegersohn half ihm dabei. Anschließend setzte er den beeindruckenden Fisch wieder unversehrt ins Wasser zurück, was den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur zeigt. Wie die Bild berichtet, sind Marmorkarpfen in Deutschland zwar nicht ganz unbekannt, erreichen jedoch nur selten solche Dimensionen.

Doch was macht diesen Fisch so einzigartig? Marmorkarpfen sind große Grasfische, die sich vorwiegend von Plankton ernähren. Oft anzutreffen sind sie in Gewässern mit reichhaltigem Nahrungsangebot. Um beim Angeln auf Marmorkarpfen Erfolg zu haben, sollten Angler Futterbällchen in einer Tiefe von 1,5 bis 2,0 Metern an der Schilfkante ablassen. Die Zutaten für eine effektive Futtermischung umfassen gequollenes Weizenschrot, Haferflocken, Milchpulver, Vanillezucker, Kokosmehl sowie öligen Kokos- und Nussraspeln. Diese Raspeln locken durch ihre schwimmenden Eigenschaften die Fische an. Fischerwissen beschreibt zudem, wie Angler mit leichtem Gerät und geschicktem Gefühl den Fisch drillen können, denn die Rute ist dabei stark gebogen.

Marmorkarpfen weltweit

Die Begeisterung für Marmorkarpfen ist nicht nur in Deutschland spürbar. In den USA wurde kürzlich ein neuer Weltrekord für diese Fischart aufgestellt – obwohl dieser nicht anerkannt wird, da der gefangene Fisch nicht aktiv gebissen hatte. Der amerikanische Angler Gabe Brannick zog einen Marmorkarpfen an Land, der um etwa 9 Kilogramm schwerer war als der bestehende Weltrekord der International Game Fish Association (IGFA). Diese Fische sind eigentlich invasive Arten, die aus Ostchina stammen und in den 1980er Jahren in öffentlichen Gewässern in den USA allmählich Fuß fassten. Ursprünglich waren sie als natürliche Bekämpfer von Wasserpflanzen gedacht, doch ihre Fressgewohnheiten konkurrieren mittlerweile mit einheimischen Arten wie dem Löffelstör. Blinker erklärt, dass die Population dieser Fische in einigen Gewässern so ansteigt, dass sogar die US Army Maßnahmen zur Kontrolle ihrer Verbreitung ergreift.

Die Faszination für Marmorkarpfen zieht weltweit Angler in ihren Bann. Ob in einem kleinen deutschen See oder den weitläufigen Gewässern der USA – der Kampf mit diesen eindrucksvollen Fischen sorgt in jedem Fall für unvergessliche Erlebnisse und spannende Geschichten. Wer also das nächste Mal am Wasser sitzt, sollte nicht nur auf Zander hoffen – vielleicht wartet ja ein Marmorkarpfen auf seinen großen Auftritt.