Pflanzkrise in Vorpommern-Rügen: Wo sind unsere Alleebäume?

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Umweltschützer fordern in Vorpommern-Rügen mehr Straßenbaum-Pflanzungen zur Erhaltung der Alleenlandschaft und Artenvielfalt.

Umweltschützer fordern in Vorpommern-Rügen mehr Straßenbaum-Pflanzungen zur Erhaltung der Alleenlandschaft und Artenvielfalt.
Umweltschützer fordern in Vorpommern-Rügen mehr Straßenbaum-Pflanzungen zur Erhaltung der Alleenlandschaft und Artenvielfalt.

Pflanzkrise in Vorpommern-Rügen: Wo sind unsere Alleebäume?

Die Debatte um den Erhalt der Alleen in Mecklenburg-Vorpommern gewinnt zunehmend an Bedeutung. Der Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat klare Forderungen geäußert, die den Schutz und die Neupflanzung von Alleebäumen betreffen. Insbesondere zeigen Statistiken, dass landesweit der Mangel an Pflanzungen auf Kreis- und Gemeindestraßen alarmierende 7500 Bäume angestiegen ist. Die Situation spitzt sich weiter zu; im Jahr 2023 standen 259 Fällungen einem Minus bei den Neupflanzungen gegenüber. Bis auf den Landkreis Rostock verzeichnen alle anderen Landkreise negative Zahlen, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht.

Neben den berechneten Zahlen aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen, wo in den letzten fünf Jahren 1022 Bäume gefällt und lediglich 185 gepflanzt wurden, fordert der BUND von den zuständigen Behörden, dass im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Neuanpflanzungen gesorgt werden muss. Dies ist besonders bedeutsam, da Alleen nicht nur das Landschaftsbild prägen, sondern auch eine wichtige Rolle für das Klima und die Biodiversität spielen.

Die Rolle der Alleen für Umwelt und Gesellschaft

Alleen sind als Kulturgut von unschätzbarem Wert. Eine neue Parlamentsgruppe mit dem Namen „Kulturgut Alleen“ wurde im Bundestag gegründet, in der 15 Abgeordnete von CDU, Grünen und Linken zusammenarbeiten, um diesem Thema mehr Gewicht zu verleihen. Der BUND engagiert sich seit 2008 aktiv in diesem Bereich und kürt jedes Jahr die „Allee des Jahres“ in Deutschland. Die erste Auszeichung ging an die malerische Kreisstraße zwischen Silenz und Neuenkirchen auf Rügen, gesäumt von rund 1000 alten Eschen, Linden und Ahornbäume.

Besonders erwähnenswert ist auch eine Allee auf Rügen, die etwa 500 Krimlinden entlang der Alten Bäderstraße zwischen Garz und Kasnevitz umfasst. Solche Alleen sind nicht nur für den Erhalt der Artenvielfalt wichtig, sondern bieten auch einen Erholungsraum für die Bürger. Umso dringlicher wird es, dass die Maßnahmen zur Aufforstung stärker in den Fokus rücken.

Die Bilanz an den Bundes- und Landesstraßen zeigt erfreuliche Nachrichten: Hier stehen 3792 Neupflanzungen 2489 Fällungen gegenüber. Nichtsdestotrotz bleibt die Situation an den Kreis- und Gemeindestraßen besorgniserregend. Der BUND plädiert dafür, die „Verordnung über die Wiederherstellung der Natur“ auch auf Alleen auszudehnen, um eine ganzheitliche Betrachtung der Umweltschutzmaßnahmen zu gewährleisten.

Zusammengefasst steht fest: Die Alleen sind nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein essenzieller Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Die politischen Entscheidungsträger sind gefordert, sich dieser Herausforderung zu stellen und die Bedeutung von Grünflächen ernst zu nehmen.

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