Wolgast im Umbau: Neue Ortsumgehung bringt Lebensqualität zurück!
Wolgasts neue Ortsumgehung verbessert Verkehrsführung zur Insel Usedom. Ein Großprojekt mit Brücke und umfassenden Erdarbeiten.

Wolgast im Umbau: Neue Ortsumgehung bringt Lebensqualität zurück!
In Wolgast, einer Stadt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ihre Lebensqualität zu steigern, nimmt die neue Ortsumgehung Form an. Dieses Großprojekt zielt darauf ab, den Durchgangsverkehr sowie den Urlauberstrom auf die beliebte Insel Usedom von der Stadt fernzuhalten. Laut NDR läuft der Bau derzeit auf Hochtouren. Dabei wurden bereits rund 250.000 Tonnen Sand und Erde bewegt, um Platz für eine bessere Verkehrsführung zu schaffen.
Die Komplexität des Projekts ist nicht zu unterschätzen: Brückenbau, aufwendige Erdarbeiten und die Integration in die bestehende Infrastruktur bringen einige Herausforderungen mit sich. Besonders im Juli und August, wenn mit über 15.000 Fahrzeugen täglich gerechnet wird, wird der Verkehr in der Region betroffen sein.
Details zu den Bauarbeiten
Die immer sichtbareren Einschnitte in die Landschaft sind beeindruckend. Bis zu neun Meter müssen abgetragen werden; in der Bahnhofstraße wurde sogar bis zu zwölf Meter tief gegraben. Ganze Hügel wurden versetzt, und 75.000 Kubikmeter Boden liegen für den Streckenausbau bereit. Der geplante Verlauf der neuen Ortsumgehung, die sich über knapp sieben Kilometer erstrecken wird, ist fast fertig, und die Asphaltierung ist bereits auf einem Abschnitt zwischen der B111 und dem Kreisel in vollem Gange.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts wird die neue Zügelgurtbrücke über die Peene sein, die die Insel Usedom mit dem Festland verbindet. Dieses Bauwerk ist mit einer Gesamtlänge von 1,4 Kilometern und einer lichte Höhe von 42 Metern über dem Peenestrom nicht nur von erheblichem technisch-architektonischem Interesse, sondern wird auch die größte ihrer Art in Europa sein, wie Strassen MV berichtet. Die Pylonen dieser beeindruckenden Brücke werden stolze 70 Meter hoch sein, und es sind auch zahlreiche weitere Bauwerke geplant, darunter eine Ziesebrücke und Lärmschutzwände.
Zukunftsaussichten
Der Bau der neuen Ortsumgehung ist Teil einer umfassenden Maßnahme, die auch die neue Bahnhofstraße in Wolgast sowie einen Radweg an der Kreisstraße 26 umfasst. Letzterer wird mit einer Brücke über die künftige Ortsumgehung verbunden sein, um die Sicherheit der Radfahrer zu gewährleisten. Auch die Kreisstraße 27 sowie ein Wirtschaftsweg beim Kompostieranlage erhalten eine Brücke über die Umgehung.
Die Durchgängigkeit der neuen Ortsumgehung ist für Ende 2028 geplant, wobei man sich auf mögliche Verzögerungen einstellen muss. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Straße und die Brücke auf etwa 287 Millionen Euro. Autofahrer werden daher in der nahen Zukunft mit neuen Verkehrsführungen und möglicherweise auch mit Staus rechnen müssen.
Mit diesen Maßnahmen wird Wolgast nicht nur vom Durchgangsverkehr befreit, sondern die Stadt wird auch zu einem attraktiveren Ziel für Tourist:innen und Anwohner werden. Die Fortschritte auf der Baustelle zeigen bereits jetzt, dass sich hier einiges bewegt und dass weitere Schritte in eine positive Richtung geplant sind.