Prostitution in Deutschland: Anstieg der Anmeldungen und Trends 2024

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Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten steigt 2024 auf 32.300. Statistiken zeigen deutliche Trends in Altersverteilung und Nationalitäten.

Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten steigt 2024 auf 32.300. Statistiken zeigen deutliche Trends in Altersverteilung und Nationalitäten.
Die Zahl der in Deutschland angemeldeten Prostituierten steigt 2024 auf 32.300. Statistiken zeigen deutliche Trends in Altersverteilung und Nationalitäten.

Prostitution in Deutschland: Anstieg der Anmeldungen und Trends 2024

In einem aktuellen Bericht über die Situation von Sexarbeit in Deutschland wird deutlich, dass die Zahl der angemeldeten Prostituierten im Jahr 2024 weiterhin ansteigt. Laut FAZ waren Ende 2024 rund 32.300 Prostituierte nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) registriert, was einem Zuwachs von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Jedoch ist die Zahl der angemeldeten Prostituierten noch weit von den Werten vor der Pandemie entfernt: Ende 2019 waren beispielsweise 40.400 Prostituierte angemeldet. Ein Trend, der durchaus verwunderlich ist, wenn man die Entwicklungen in den letzten Jahren betrachtet.

Die Verteilung der Staatsangehörigkeiten

Ein genauer Blick auf die Statistik zeigt, dass etwa 17 Prozent der angemeldeten Prostituierten die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Die häufigsten ausländischen Nationalitäten umfassen Rumänen mit 36 Prozent, gefolgt von Bulgaren (11 Prozent) und Spaniern (8 Prozent). Interessanterweise zeigen sich auch einige Auffälligkeiten in der Altersverteilung: Rund 75 Prozent der Prostituierten sind zwischen 21 und 44 Jahren alt, während 22 Prozent älter als 44 Jahre sind. Lediglich 3 Prozent sind zwischen 18 und 20 Jahre alt, wie die Daten vom Statistischen Bundesamt ergänzen.

Genehmigungen und selbstständige Tätigkeit

Die Notwendigkeit einer Anmeldung und Erlaubnispflicht für das Prostitutionsgewerbe spielt eine zentrale Rolle im Prostituiertenschutzgesetz. Im Jahr 2022 wurden 2.250 Genehmigungen für Prostitutionsgewerbe vergeben, ein Rückgang von 60 im Vergleich zum Vorjahr, als es noch 2.310 Genehmigungen gab. Bei näherer Betrachtung ist ebenfalls zu erkennen, dass 93 Prozent dieser Genehmigungen für Prostitutionsstätten wie Bordelle ausgestellt wurden, während nur 5 Prozent auf Prostitutionsvermittlungen und 2 Prozent auf -fahrzeuge und -veranstaltungen entfielen.

Es bleibt jedoch zu beachten, dass die Zahlen lediglich die registrierten Prostituierten und deren Gewerbe abdecken. Wie bereits in der Evaluation des BMFSFJ festgestellt wurde, gibt es keine verlässlichen Daten über nicht genehmigte Gewerbe oder nicht angemeldete Prostituierte, was ein potenzielles Dunkelfeld darstellt.

Blick in die Zukunft

Die Entwicklungen in der Sexarbeit sind ein spannendes Thema, das auch in Köln diskutiert wird. Angesichts der steigenden Anmeldungen könnte man annehmen, dass sich das Bewusstsein für die Rechte von Sexarbeiterinnen und -arbeitern verbessert. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rahmenbedingungen weiter verändern werden und ob die Politik die Herausforderungen der Branche annehmen kann. Eines steht fest: In der aktuellen Gesellschaft ist es wichtig, die Bedürfnisse und Rechte aller Beteiligten zu berücksichtigen.