Südharzer Kali-Projekt: Finanzierung abgelehnt – Was nun?
South Harz Potash Limited informiert über Kalisalzprojekte im Südharz, aktuelle Entwicklungen und Marktveränderungen.

Südharzer Kali-Projekt: Finanzierung abgelehnt – Was nun?
Im Südharzer Kalirevier tut sich was! South Harz Potash Limited, ein Unternehmen mit dem Fokus auf Kaliexploration und -erschließung, steht vor neuen Herausforderungen. Wie Marketscreener berichtet, wurde die Finanzierung für ein bedeutendes Kali-Projekt von der Europäischen Allianz abgelehnt. Das Unternehmen, das im Südharzer Kalirevier zwischen Frankfurt und Berlin aktiv ist, plant, seine drei unbefristeten Kalibergbaulizenzen in optimaler Weise zu nutzen.
Die Lizenzen erstrecken sich über eine Gesamtfläche von mehr als 659 km² und beinhalten mehrere vielversprechende Projekte. Diese sind in den Regionen Ohmgebirge, Ebeleben und Mühlhausen-Nohra angesiedelt, wobei das Ohmgebirge-Projekt etwa 30 km westlich von Sondershausen liegt. Doch trotz dieser guten Ausgangsposition scheinen finanzielle Hürden im Moment ein großes Problem zu sein.
Investitionen und Machbarkeitsstudien
Und während die Finanzierung auf der Kippe steht, gibt es auch Hoffnungsschimmer. Davenport Resources, ein australischer Investor, plant in den kommenden Monaten Probebohrungen im Ohmgebirge. Das Ziel ist, darauf eine Machbarkeitsstudie aufzubauen, die dem Projekt neuen Schwung verleihen könnte. Davenport kontrolliert beeindruckende 5,25 Milliarden Tonnen JORC Inferred Resource, mit einem K2O-Gehalt von 10,8 %, darunter 1,85 Milliarden Tonnen Sylvinite mit einem Gehalt von 13,2 % K2O, so die Informationen von Montanportal.
Ein echter Knaller, denn die gesamte enthaltene K2O-Menge für die Lizenzen Ebeleben, Mühlhausen-Nohra und Ohmgebirge übersteigt 566 Millionen Tonnen. Diese wertvollen Lizenzen sind ein wahrer Glücksfall, da sie ohne Pacht- oder Lizenzgebühren und ohne zeitliche Entwicklungspläne vergeben wurden.
Die Bedeutung des Kali-Bergbaus in Deutschland
Aber wie wichtig ist der Kali-Bergbau für Deutschland überhaupt? Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Deutschland steht weltweit an vierter Stelle in der Salzproduktion, nach China, den USA und Indien. Hierzulande wird jährlich rund 1,6 Milliarden Euro mit Kaliwerken erwirtschaftet, die ca. 7 Millionen Tonnen Kali- und Magnesiumdüngemittel produzieren. Über die Hälfte dieser Düngemittel wird in etwa 70 Länder exportiert, wie das VKS Kalisalz verdeutlicht.
Aktuell sind 14 Kali- und Salzbergwerke sowie 6 Salinen in Deutschland aktiv, die zusammen einen Jahresumsatz von etwa 590 Millionen Euro in der Salzbranche generieren. Diese Statistiken verdeutlichen, dass der Kali-Bergbau nicht nur für die lokale Wirtschaft von Bedeutung ist, sondern auch international im Düngemittelmarkt eine Rolle spielt.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Herausforderungen, die South Harz Potash Limited aktuell erlebt, bald überwunden werden. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die geplanten Bohrungen im Ohmgebirge und eine eventuell positive Machbarkeitsstudie Licht ins Dunkel bringen können. In der Zwischenzeit bleibt die Frage: Wie geht es weiter mit dem Kalibergbau im Südharz?