Magdeburg: Europäische Pride-Bewegungen setzen Zeichen für Vielfalt!
Magdeburg wird 2024 Gastgeber der EPOA-Versammlung, ein bedeutendes Zeichen für queere Rechte und Vielfalt in Europa.

Magdeburg: Europäische Pride-Bewegungen setzen Zeichen für Vielfalt!
In Magdeburg wird im kommenden Jahr ein bedeutendes Ereignis für die LGBTQIA+ Community stattfinden: Vom 9. bis 11. Oktober 2024 versammeln sich Delegierte aus 30 Ländern zur jährlichen Generalversammlung der European Pride Organisers Association (EPOA). Die Organisatoren des Christopher Street Day in Magdeburg haben den Zuschlag für diese Veranstaltung erhalten, die als starkes politisches Signal in einer Zeit des Drucks auf queere Rechte gewertet wird. Dies berichtet Welt.
Falko Jentsch, Vorstandsmitglied des CSD Magdeburg, unterstreicht die Bedeutung der Versammlung: „In einer Zeit, in der queere Rechte angegriffen werden, sehen wir diese Veranstaltung als ein starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte.“ Dies ist besonders relevant, da im Jahr der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die im September 2024 stattfindet, befürchtet wird, dass es zu einem Rechtsruck in der Region kommt. Die wiederholt berichteten Behinderungen von CSDs und Anfeindungen gegen queere Veranstaltungen verstärken diese Sorgen.
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen
Die Situation für die LGBTQIA+ Community bleibt weltweit herausfordernd. Laut einer Studie von Ipsos zeigt Deutschland zwar leichte Fortschritte in der Akzeptanz, doch gibt es deutliche Spannungen. 73 % der Deutschen sprechen sich beispielsweise für den Schutz gegen Diskriminierung von lesbischen, schwulen und bisexuellen Personen aus. Gleiches gilt für 70 % bei trans* Personen. Trotz dieser positiven Statistiken fühlen sich viele LGBT+ Menschen durch politische Entwicklungen bedroht, besonders angesichts der Umfragewerte der AfD.»
In internationalen Vergleichen ist die Unterstützung für LGBTQIA+ Rechte jedoch gesunken. Nur 50 % der Befragten weltweit unterstützen offene sexuelle Orientierungen oder Geschlechtsidentitäten. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass die Unterstützung für LGBTQIA+-freundliche Marken auf 44 % gefallen ist – ein Rückgang, der sich auch in der millionenschweren Pride-Industrie bemerkbar macht.
Zurück zu den Wurzeln: Das Anliegen von Newark Pride
Die Vorbereitungen in Magdeburg und die Entwicklungen in Newark zeigen, dass die Community weiterhin aktiv ist, um für Rechte und Gleichstellung zu kämpfen. In einer Zeit, in der solche Themen für viele Menschen auf der ganzen Welt unter Druck stehen, ist es wichtiger denn je, dass wir unsere Stimmen erheben und zusammenstehen.