Neuer Professor Prell revolutioniert Neurochirurgie an der MLU!

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Prof. Dr. Julian Prell wird neuer Professor für Neurophysiologische Neurochirurgie an der MLU in Wittenberg und fördert neueste Überwachungstechniken.

Prof. Dr. Julian Prell wird neuer Professor für Neurophysiologische Neurochirurgie an der MLU in Wittenberg und fördert neueste Überwachungstechniken.
Prof. Dr. Julian Prell wird neuer Professor für Neurophysiologische Neurochirurgie an der MLU in Wittenberg und fördert neueste Überwachungstechniken.

Neuer Professor Prell revolutioniert Neurochirurgie an der MLU!

In Halle tut sich was im Bereich der Neurochirurgie. Seit dem 1. August 2025 bringt Prof. Dr. Julian Prell frischen Wind an die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Mit seiner neuen Professur für Neurophysiologische Neurochirurgie entsteht an der Universitätsmedizin Halle ein klinisch-wissenschaftlicher Arbeitsbereich, der sich dem zentralen Thema der Überwachung von Nervenfunktionen während komplexer Hirnoperationen widmet. Dies ist besonders wichtig, um Tumore vollständig zu entfernen, ohne wichtige Hirnfunktionen zu gefährden, berichtet idw-online.

Prof. Prell ist kein Unbekannter in der Szene: Seit über 20 Jahren tüftelt er an Verfahren zur Überwachung von Nervenfunktionen. Unter dem Schlagwort „Intraoperatives Neurophysiologisches Monitoring“ (IOM) nutzt er verschiedene Techniken, um präzise während Operationen den Zustand der Nerven zu beobachten. Dazu gehören evozierte Potenziale, die die Leitfähigkeit der Nerven testen, sowie Elektromyographie (EMG), die zur Überwachung der Gesichtsmuskulatur eingesetzt wird. Je mehr über diese Techniken bekannt ist, desto sicherer kann das chirurgische Vorgehen gestaltet werden.

Innovative Überwachungsmethoden

Das IOM ist eine wertvolle Unterstützung in der Neurochirurgie und beruht auf der Echtzeitmessung elektrischer Potenziale der Nerven, die spezielle Elektroden auf der Kopfhaut und in den Muskeln registrieren. Diese Überwachung ist schmerzfrei und erfolgt in Narkose, ohne dass relevante Risiken bestehen, so die Informationen auf muenchen-klinik.de.

Zu den häufig eingesetzten IOM-Techniken zählen unter anderem:

  • Electrocorticography (ECoG)
  • Somatosensory evoked potentials (SSEPs)
  • Motor evoked potentials (MEPs)
  • Direct cortical stimulation (DCS)
  • Brainstem auditory evoked potentials (BAEPs)
  • Visual evoked potentials (VEPs)

Diese Techniken erlauben es, die Funktionalität der Nervenbahnen zu beobachten und reduzieren den Bedarf an intraoperativen Wachtests für risikobehaftete Patienten,wie in einem Artikel auf pmc.ncbi.nlm.nih.gov dargelegt wird.

Ein starkes Engagement für die Zukunft

Ein weiteres Ziel von Prof. Prell ist es, einen Expert:innenkreis für Neurochirurgie und Neurophysiologie aufzubauen. Er setzt sich dafür ein, die Kompetenzen in beiden Bereichen zu bündeln, um die Evidenz für neurophysiologische Überwachungsverfahren weiter auszubauen und in Leitlinien zu verankern. Dies könnte helfen, die Sicherheit und Genauigkeit während chirurgischer Eingriffe erheblich zu verbessern.

Dekanin Prof. Dr. Heike Kielstein bezeichnet Prell als Pionier auf dem Gebiet der intraoperativen Neurophysiologie. Zusätzlich hat Deutschland eine Zertifizierung für diese Art der Operation entwickelt, die Prell koordiniert hat. Damit wird er nicht nur in Halle, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus eine zentrale Rolle spielen.

In einer Zeit, in der der medizinische Fortschritt rasant voranschreitet, sind solche Entwicklungen von enormer Bedeutung. Es bleibt spannend, wie die neue Professur und die damit verbundenen Forschungen zur Verbesserung der Patientenversorgung in der Neurochirurgie führen werden. Prof. Prell ist gut beraten, die Weichen für diese Zukunft zu stellen; immerhin könnte durch seine Arbeit auch das Potenzial der neurophysiologischen Überwachung außerhalb der Neurochirurgie weiter erforscht werden.