Renaturierung im Heidelbeerbruch: Wasserverlust stoppen bis September!

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Die Niedersächsischen Landesforsten starten am 18. August 2025 Maßnahmen zur Renaturierung des Heidelbeerbruchs, um Wasserverlust zu stoppen.

Die Niedersächsischen Landesforsten starten am 18. August 2025 Maßnahmen zur Renaturierung des Heidelbeerbruchs, um Wasserverlust zu stoppen.
Die Niedersächsischen Landesforsten starten am 18. August 2025 Maßnahmen zur Renaturierung des Heidelbeerbruchs, um Wasserverlust zu stoppen.

Renaturierung im Heidelbeerbruch: Wasserverlust stoppen bis September!

Die Niedersächsischen Landesforsten haben ein ehrgeiziges Projekt zur Renaturierung des Heidelbeerbruchs zwischen Sievershausen und Silberborn ins Leben gerufen. Ab dem 18. August 2025 wird die Sievershäuser Straße für den öffentlichen Verkehr gesperrt, um als Zuwegung zur Baustelle und Materiallager zu dienen. Diese Sperrung soll für etwa vier Wochen bestehen und ist notwendig, damit die Arbeiten am Waldmoor ungestört verlaufen können.

Im Rahmen der Maßnahmen wird ein gewaltiger Wasserverlust im Heidelbeerbruch gestoppt. Es werden insgesamt 1.500 Kubikmeter Sägespäne benötigt, um 1.400 Meter alte Entwässerungsgräben zu verfüllen. Um die Sensibilität der Umgebung nicht zu gefährden, kommen Spezialmaschinen mit niedrigem Bodendruck zum Einsatz. In Ergänzung dazu werden 2.000 Tonnen Mineralboden aus Buntsandstein an anderen Stellen eingesetzt, um die Renaturierung voranzutreiben.

Renaturierungsmaßnahmen im Detail

Bereits seit 2008 arbeiten die Forstämter Dassel und Neuhaus an der Renaturierung des Heidelbeerbruchs und haben in den letzten 15 Jahren rund 3,5 Millionen Euro in das Projekt investiert. Das Ziel dieser aktuellen Maßnahme auf vier Hektar – einer Fläche, die einst über 30 Hektar groß war – besteht darin, Kohlenstoff zu binden und Wasser zu speichern. Dies soll nicht nur die Umgebung kühlen, sondern auch für eine umfassende Wasserversorgung sorgen.

Die Entwässerungsgräben, die über die Jahre zu einem fortlaufenden Torfschwund geführt haben, werden nun zurückgebaut. Mit der „Zuger Methode“, die sich in Deutschland bewährt hat, werden mehr als 29 Gräben durch Sägespäne oder Sandsteinerde aufgefüllt. Diese Methode hat bereits in über 200 Hektar Moorfläche im Solling ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt.

Kooperation für den Naturschutz

Die Renaturierungsmaßnahmen in diesem sensiblen Gebiet erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Northeim. Im westlichen Bereich des Heidelbeerbruchs befinden sich Torfauflagen von bis zu einem Meter und intakte Torfmoose, die es zu schützen gilt. Eine Parallelbaustelle zur Wiedervernässung läuft zudem im Naturschutzgebiet Kleines Bruch, um auch dort die Umwelt zu fördern.

Der Zeitpunkt für diese Maßnahmen könnte nicht besser gewählt sein, denn das Bewusstsein für den Schutz von Mooren wächst kontinuierlich. Die Renaturierung des Heidelbeerbruchs steht als Beispiel für den notwendigen Paradigmenwechsel in der Umweltpolitik – hier geht es nicht nur um den Schutz, sondern auch um die aktive Wiederherstellung von wertvollen Lebensräumen.