Zoo Leipzig in der Kritik: Drei Tigerbabys sterben – Peta fordert Konsequenzen!

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Im Zoo Leipzig wurden drei Tigerbabys euthanasiert, nachdem die Mutter die Fürsorge verweigerte. Tierrechtsorganisation Peta zeigt sich empört.

Im Zoo Leipzig wurden drei Tigerbabys euthanasiert, nachdem die Mutter die Fürsorge verweigerte. Tierrechtsorganisation Peta zeigt sich empört.
Im Zoo Leipzig wurden drei Tigerbabys euthanasiert, nachdem die Mutter die Fürsorge verweigerte. Tierrechtsorganisation Peta zeigt sich empört.

Zoo Leipzig in der Kritik: Drei Tigerbabys sterben – Peta fordert Konsequenzen!

Im Zoo Leipzig müssen heute drei Tigerbabys das Leben lassen, und die Wogen des Unmuts schlagen hoch. Eine handfeste Debatte hat sich um das Schicksal der Jungtiere entsponnen, die am Mittwochabend geboren wurden, aber bereits nach wenigen Tagen aufgrund der Vernachlässigung durch ihre Mutter eingeschläfert werden mussten. Die Tierrechtsorganisation Peta kündigte an, rechtliche Schritte gegen den Zoo einzuleiten und fordert einen sofortigen Stopp der Zuchtprogramme für Sibirische Tiger.

Die Tigermutter, die Amurtigerin “Yushka”, wandte sich Stunden nach der Geburt von ihrem Nachwuchs ab, was nicht unüblich bei unerfahrenen Tieren ist. Der Zoo erklärte, dass diese Ablehnung im Tierreich vorkommen könne, und dass ein Handaufzucht in Anbetracht der artgerechten Wildtierhaltung nicht möglich gewesen sei. Zoo-Direktor Jörg Junhold versucht, die Entscheidung zu rechtfertigen: „Das Verhalten ist nicht ungewöhnlich für unerfahrene Tiere.“ In der Zeit ohne mütterliche Fürsorge wurden die Tigerbabys zunehmend schwächer und ausgehungert, was Tierarzt Andreas Bernhard dazu veranlasste, eine Entscheidung zu treffen, die als unliebsam, aber notwendig erachtet wurde – um den Kleinen das Leiden durch Verhungern zu ersparen.

Tierschutz und Zuchtprogramme

Peta hingegen sieht die Zucht und Haltung von Tigern in Zoos als ineffektiv für den Artenschutz und bezeichnet die Ablehnung von Jungtieren durch Tiermütter als ein reines Zoo-Phänomen. In der Vergangenheit standen viele europäische Zoos wegen ihres Umgangs mit Tieren in der Kritik, darunter der Nürnberger Zoo und der Zoo in Aalborg. Auch der Zoo Leipzig selbst war 2023 in die Schlagzeilen geraten, als ein gesunder Zebra-Hengst geschlachtet und an Löwen verfüttert wurde.

Die Diskussion über Tierhaltung und Zuchtprogramme in Zoos ist nicht neu. Seit dem Inkrafttreten der “Konvention für den internationalen Handel mit gefährdeten Arten” im Jahr 1975 müssen Zoos selbst für ihren Nachwuchs sorgen. Zuchtprogramme wie die EEP (European Endangered Species Programmes) wurden zur Vermeidung von Inzucht und genetischen Defekten entwickelt. Es ist wichtig, dass Zoos miteinander kooperieren und Tiere austauschen, um die Artenvielfalt zu erhalten und den Tierschutzpraktiken gerecht zu werden.

Für die Zukunft plant der Zoo Leipzig, weiterhin mit Tigermutter “Yushka” zu züchten, um die Art zu erhalten. Die Debatte über die Verantwortung der Zoos in Bezug auf Tierhaltung und Zucht ist damit noch lange nicht zu Ende. Wie es scheint, werden die Stimmen der Kritiker lauter, und es bleibt abzuwarten, wie der Zoo und die Tierschutzorganisationen auf die aktuellen Vorfälle reagieren werden.