Dorfchemnitzer Vater erkämpft sich nach Leukämie neues Lebensglück!
Tobias Wittig aus Dorfchemnitz überwindet Leukämie dank Stammzellenspende. Sein Lebensmut und die Familie geben Hoffnung.

Dorfchemnitzer Vater erkämpft sich nach Leukämie neues Lebensglück!
Tobias Wittig, ein 39-jähriger Familienvater aus Dorfchemnitz, hat den Kampf gegen die Leukämie erfolgreich bestanden. Vor einem halben Jahr erhielt er eine Stammzellenspende, die ihm die Rückkehr ins Leben ermöglicht hat. „Das Zusammensein mit meiner Frau Janin und unseren drei Söhnen ist Balsam für die Seele“, schildert er seine Freude über die kleinen, aber wertvollen Momente, die er nun wieder genießen kann. Langsam aber sicher baut sich sein Immunsystem wieder auf, obwohl er weiterhin aufpassen muss, sich nicht mit Bakterien oder Pilzen zu infizieren, die für ihn gefährlich sein könnten.
Der Prozess der Stammzellenspende, der bei Blutkrebs oft unumgänglich ist, kann für viele Patienten den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen. Jährlich gehen rund 22.000 Menschen in Deutschland an Leukämie zu Grunde. Wenn herkömmliche Therapien wie Chemotherapie nicht mehr helfen, ist die Stammzelltransplantation häufig der letzte Ausweg. Diese wird notwendig, da Blutstammzellen für die Produktion aller Blutzellen verantwortlich sind, wie es ein Experte der Klinik für Hämatologie erklärt. Nach einer chemotherapeutischen Behandlung, die darauf abzielt, bösartige Zellen zu eliminieren, werden die Stammzellen des Spenders per Infusion in den Körper des Empfängers übertragen, wo sie idealerweise im Knochenmark anwachsen.
Die Rolle der Stammzellenspender
Die Notwendigkeit von Stammzellenspendern ist unbestreitbar, doch die Suche nach einem passenden Spender hängt von verschiedenen Zellmerkmalen ab. Insbesondere junge Spender erhöhen die Erfolgschancen der Transplantation erheblich. Leider hat die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) in letzter Zeit einen Rückgang der registrierten Spender zu verzeichnen. Nur 25 Prozent der registrierten Spender sind zwischen 18 und 30 Jahre alt, obwohl sie ganze 65 Prozent der Spenden ausmachen. In diesem Jahr werden rund 150.000 Menschen aus der DKMS-Datei aufgrund von Altersgründen ausscheiden, was den Druck auf die Suche nach neuen Spendern erhöht. Nur etwa ein Prozent der registrierten Spender kann tatsächlich für eine Transplantation in Frage kommen.
Insgesamt zeigt sich, dass der Bedarf an Stammzellenspendern auch weiterhin hoch ist. Die Herausforderungen in der Suche nach geeigneten Spendern machen das Leben von Patienten wie Tobias Wittig besonders schwer, doch seine Genesung ist ein Hoffnungsschimmer für viele andere Betroffene. Mit seinem Beispiel wird deutlich, wie wichtig es ist, sich als potenzieller Spender zu registrieren und damit vielleicht sogar Leben zu retten.
Weitere Informationen über Stammzellenspende und deren Bedeutung finden Sie bei ZDF Heute, wo die beschriebenen Aspekte des Verfahrens und die Notwendigkeit von Spendern eingehender erläutert werden. Auch beim Freie Presse können Leser mehr über die persönliche Geschichte von Tobias Wittig nachlesen.