B169-Sperrung: Pendler müssen ab 22. September Umwege in Kauf nehmen

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Ab 22. September wird die B169 in Nordsachsen zwischen Hof und Riesa voll gesperrt. Grund sind Fahrbahnerneuerungen in Stauchitz.

Ab 22. September wird die B169 in Nordsachsen zwischen Hof und Riesa voll gesperrt. Grund sind Fahrbahnerneuerungen in Stauchitz.
Ab 22. September wird die B169 in Nordsachsen zwischen Hof und Riesa voll gesperrt. Grund sind Fahrbahnerneuerungen in Stauchitz.

B169-Sperrung: Pendler müssen ab 22. September Umwege in Kauf nehmen

Ab dem 22. September wird die B169 zwischen Hof und Riesa für Pendler zur echten Herausforderung. Die vollumfängliche Sperrung der Straße, die sich über rund 600 Meter im Gemeindegebiet Stauchitz erstreckt, ist notwendig, um die Fahrbahn zu erneuern. Diese umfangreichen Bauarbeiten beginnen im Ortsteil Plotitz und ziehen sich bis über den Ortseingang Seerhausen hinaus, wie die LVZ berichtet.

Die Bauarbeiten sind auf einen Zeitraum von ungefähr zwei Wochen angelegt und sollen laut Plan bis Anfang Oktober abgeschlossen sein. Für die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Döbeln wird eine Umleitung über Salbitz (S30) bis Lonnewitz, gefolgt von der B6 nach Seerhausen, eingerichtet. In der Gegenrichtung verläuft die Umleitung auf demselben Weg. Während Pkw-Fahrer alternative, weniger zeitintensive Umfahrungsmöglichkeiten nutzen können, wird es in Stauchitz und Hahnefeld sicher etwas eng.

Erweiterte Maßnahmen und Kosten

Besonders schwierig könnte die Zufahrt nach Riesa werden, da die Rostocker Straße bis zum 2. Oktober gesperrt ist und auch die Oschatzer Straße bis zum 18. Oktober nicht für die Zufahrt nach Riesa genutzt werden kann. Die Bauarbeiten an der B169 haben Kosten in Höhe von rund 140.000 Euro, die aus dem Haushalt der Bundesrepublik Deutschland finanziert werden. Für die vorbereitenden Arbeiten zur Verlegung der B169 im dritten Bauabschnitt, die am 25. September starten, werden weitere Kosten von voraussichtlich 200.000 Euro erwartet, so das LASUV.

Im Rahmen dieser vorbereitenden Arbeiten wird die Trasse von Riesa bis südwestlich von Salbitz neu gebaut. Naturschutzfachliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind ebenfalls eingeplant. Diese umfassen unter anderem zwei Aufwaldungen im südlichen Bereich des Hahnefelder Speichers sowie nordöstlich von Hahnefeld, damit Vernässungen der umliegenden Felder vermieden werden.

Blick in die Zukunft

Ab Oktober werden zusätzlich Bohr- und Aufschlussleistungen im Baugrund der neuen Trasse durchgeführt, die bis Mitte 2024 dauern sollen. Die Ergebnisse dieser Bohrungen sind entscheidend für die Planung der Bauwerke und die Ausschreibung der Bauleistungen. Voraussichtlich ab Ende Oktober folgen auch Artenschutzmaßnahmen, die Lebensräume für verschiedene Vogel- und Fledermausarten schaffen sollen. Der Großteil der straßenunabhängigen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wird noch in diesem Jahr ausgeschrieben und soll 2024 realisiert werden.

Die geplanten archäologischen Grabungen, die im Frühjahr 2024 beginnen sollen, sind eine direkte Folge der Voraussetzungen, die mit dem Landesamt für Archäologie geschaffen werden. Die ersten Bauhauptleistungen für den Brücken- und Straßenbau werden nach Abschluss dieser Grabungen erwartet. Ein vorheriges Baurechtsverfahren für die Verlegung der B169 zwischen Riesa und Salbitz wurde 2022 mit einem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen und eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde im Juli 2023 abgewiesen – das Baurecht ist nun bestandskräftig.

Für die Anwohner und Pendler heißt es nun, auf ungemütliche Umwege gefasst zu sein, während gleichzeitig die Straßeninfrastruktur für die Zukunft verbessert wird. In diesem Sinne: Auf den Straßen bleibt es spannend!