Glashütte kämpft um Lebensmittelmarkt: Offener Brief an Edeka!

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Glashütte kämpft um Lebensmittelversorgung: Bürgermeister fordert Edeka mit offenem Brief zur Rückkehr auf, Frist bis Ende 2025 gesetzt.

Glashütte kämpft um Lebensmittelversorgung: Bürgermeister fordert Edeka mit offenem Brief zur Rückkehr auf, Frist bis Ende 2025 gesetzt.
Glashütte kämpft um Lebensmittelversorgung: Bürgermeister fordert Edeka mit offenem Brief zur Rückkehr auf, Frist bis Ende 2025 gesetzt.

Glashütte kämpft um Lebensmittelmarkt: Offener Brief an Edeka!

In Glashütte rumort die Unzufriedenheit über die Lebensmittelversorgung. Seit drei Jahren steht der kleine Ort ohne Lebensmittelhändler da, nachdem Edeka seine Pforten geschlossen hat. Bürgermeister Sven Gleißberg, der die Sorgen seiner Bürger ernst nimmt, hat deshalb die Initiative ergriffen und in einem offenen Brief an die Edeka-Zentrale einen klaren Appell gerichtet, um eine Lösung zu finden. Der Brief, der große Aufmerksamkeit erregte, betont die zentrale Rolle einer gesunden Lebensmittelversorgung für die Community. Denn ohne ein gutes Angebot an Lebensmitteln leidet nicht nur das Einkaufserlebnis, sondern auch das soziale Miteinander der Bürger.

Gleißberg ist nicht untätig geblieben. Er hat zahlreiche Gespräche mit Edeka und dem Grundstückseigentümer geführt, um einen neuen Standort auszuhandeln. Vergebens. Trotz aktiver Unterstützung der Stadt bei der Flächensuche hat kein Grundstücksbesitzer die nötigen Flächen zur Verfügung gestellt. Der Bürgermeister zeigte sich sogar bereit, das Grundstück selbst zu kaufen, was jedoch von Edeka abgelehnt wurde. Der Frust ist groß, und Gleißberg hat eine klare Frist gesetzt: Bis Ende 2025 soll eine Lösung gefunden werden, sonst wird die Stadt externe Unterstützung in Anspruch nehmen, um alternative Optionen für einen Lebensmittelmarkt ohne Edeka zu prüfen.

Ein Markt für die Zukunft

Die Situation könnte durchaus dramatische Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft haben. Dies ist nicht nur ein Problem für die Glashütter: Auf dem Land ist die Lebensmittelversorgung immer gefährdeter. Laut dem EDEKA-Verbund verlagern sich attraktive Versorgungsschwerpunkte immer mehr aus wohnnahen Lagen in verkehrsgünstige Bereiche, was vor allem ländliche Regionen betrifft. Es wird berichtet, dass im Jahr 2021 über 3,15 Millionen Menschen im Einzelhandel beschäftigt waren, wobei fast 90% der Fläche in Deutschland ländlich geprägt ist. Diese Veränderungen erfordern ein Umdenken in der Lebensmittelpolitik, da immer mehr Verbrauchern der Zugang zu einer gesunden und vielfältigen Lebensmittelversorgung wichtig wird.

In Glashütte könnte eine positive Wendung in der Sache erfolgen, denn ein großer Lebensmittelversorger hat Interesse angemeldet, den Markt in der bestehenden Größe zu übernehmen. Während Edeka plant, einen kleinflächigen Diska-Markt einzurichten, wurde der dazugehörige Bauantrag abgelehnt – ein weiterer Rückschlag in der ohnehin angespannten Situation. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt und die Edeka-Zentrale auf die Herausforderungen reagieren werden.

Die Bürger schauen gespannt darauf, wie sich die Situation bis Ende des Jahres entwickeln wird. Ob die Gespräche erfolgreich sein werden oder die Stadt den angekündigten Plan B umsetzen muss, bleibt offen. Fest steht: Die Grundversorgung mit Lebensmitteln ist für die Menschen vor Ort essenziell und darf nicht weiter vernachlässigt werden. Sollte sich bis zum ersten Quartal 2026 nichts geändert haben, werden die Ergebnisse der Überprüfung der Möglichkeiten im Stadtrat besprochen, und die Glashütter hoffen auf einen baldigen Fortschritt.