Fossas im Erfurter Zoo: Seltene Raubtiere aus Madagaskar begeistert Besucher!
Der Erfurter Zoo begrüßt zwei seltene Fossas, Bodo und Ravo, während ein neuer Madagaskar-Pavillon geplant wird.

Fossas im Erfurter Zoo: Seltene Raubtiere aus Madagaskar begeistert Besucher!
Im Thüringer Zoopark Erfurt haben zwei ganz besondere tierische Neulinge Einzug gehalten: seit kurzem ist das Duo Bodo und Ravo, zwei seltene Fossas, im Zoo zu sehen. Diese faszinierenden Raubtiere sind nicht nur die größten einheimischen Raubtiere Madagaskars, sondern gehören auch zu den am stärksten gefährdeten Tierarten der Welt. Das berichtet n-tv.
Die beiden männlichen Geschwister wurden im Mai 2024 in einem niederländischen Zoo geboren und ziehen nun die Aufmerksamkeit von Tierliebhabern auf sich. Fossas, die auch als Frettkatzen bekannt sind, jagen vor allem Lemuren, aber auch kleinere Säugetiere, Vögel und Reptilien. Bedrohungen wie die Zerstörung ihres Lebensraums und direkte Bejagung haben dazu geführt, dass die Population dieser majestätischen Tiere stark gesunken ist.
Ein neues Zuhause für die Fossas
Der Erfurter Zoopark ist der einzige Zoo in Mitteldeutschland, der Fossas hält, und zählt deutschlandweit nur zu acht Einrichtungen, die diese beeindruckenden Raubtiere beherbergen. Langfristig sollen Bodo und Ravo zur Zucht beitragen, müssen allerdings noch ein bis zwei Jahre warten, bis sie geschlechtsreif sind.
Zum Thema Artenschutz und bedrohte Tierarten hat der Zoo auch große Pläne: Ab September 2025 steht die Modernisierung des Affenkomplexes an. Ein neuer Madagaskar-Pavillon wird errichtet, um die vielfältige Tierwelt der Insel in den Fokus zu stellen. Darüber hinaus wird auf die Gefahren von Lebensraumzerstörung und Artenschutz aufmerksam gemacht, wie Thüringen24 berichtet.
Das geplante Projekt Madagaskar-Pavillon
Im neuen Pavillon sollen nicht nur die Fossas, sondern auch andere tierische Bewohner aus Madagaskar präsentiert werden. Unter den Highlights werden Kattas, Mohrenmakis und zukünftige Neuzugänge wie die Kronenmakis erwartet. Die Besucher können sich in dem denkmalgeschützten Bereich auf neue Käfige, kommentierte Fütterungen und tierische Begegnungen freuen.
Zur Attraktivität des Madagaskar-Pavillons tragen auch moderne Gehegebeschilderungen sowie Mitmachstationen und Spielgeräte bei. Auch die Tierhaltung wird sich mit einem neuen Netz über der Langurenanlage weiter verbessern. Der Zoopark strebt an, das Bewusstsein für bedrohte Arten zu schärfen und das Interesse der Besucher von Jung bis Alt zu wecken.
Hintergründe zur faszinierenden Art
Die Fossa (Cryptoprocta ferox) ist ein eigenwilliges Tier, das nicht nur durch sein Äußeres fasziniert. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 70 bis 80 cm und einem Gewicht von 5,5 bis 8,6 kg, sind die Männchen dabei in der Regel etwas größer als die Weibchen. Ihre Fähigkeit, kopfüber an Bäumen zu klettern, verdanken sie ihren flexiblen Knöcheln und halb zurückziehbaren Krallen, was sie zu hervorragenden Jägern in den Wäldern Madagaskars macht, wo sie über 50% ihrer Nahrung in Form von Lemuren fangen.
Doch die Fossas sind nicht nur akrobatische Jäger, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle im Ökosystem Madagaskars. Ihre Fortpflanzung erfolgt häufig in Bäumen und kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen, wobei Würfe von einem bis sechs Welpen geboren werden. Ein spannendes Detail ist, dass die junge Fossas nach etwa einem Jahr unabhängig werden. Leider sind diese Tiere auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft, weshalb Schutzmaßnahmen unerlässlich sind.
In Erfurt erwartet die Zoobesucher ein spannendes Erlebnis mit diesen einzigartigen Tieren. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Planungen und Projekte der Zoo in Zukunft umsetzt, um die Tierarten zu erhalten und zu schützen, die unsere Erde so bereichern. Entdecken Sie die Welt der Fossas und unterstützen Sie den Erfurter Zoopark in seinen Bemühungen um den Artenschutz.