Gotha im Blick: Vortrag über Adelsgeschichte im Wandel der Zeit!
Erfahren Sie mehr über den Vortrag zur Adelsgeschichte im Gotha am 22. Oktober 2025 in der Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein.

Gotha im Blick: Vortrag über Adelsgeschichte im Wandel der Zeit!
Ein bedeutendes Ereignis steht vor der Tür: Am Mittwoch, dem 22. Oktober, öffnet der Spiegelsaal der Forschungsbibliothek auf Schloss Friedenstein für alle Interessierten seine Türen. Im Rahmen der Jahresausstellung „ADEL MACHT STAAT. Der Gothaische Hofkalender von 1763 bis 1944“ findet ein Vortrag statt, der sich mit einer einzigartigen Perspektive auf die Geschichte des Adels im 19. und 20. Jahrhundert beschäftigt. Der Vortrag von PD Dr. Daniel Menning von der Universität Tübingen mit dem Titel „DER GOTHA als Spiegel der Adelsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert“ verspricht spannende Einblicke. Der Eintritt ist frei, was dieses Event besonders zugänglich macht, und ein kleiner Empfang am Ende des Abends rundet die Veranstaltung ab.
Aber was genau macht das „GOTHA“ so bemerkenswert? In Deutschland ist das Gothaische Genealogische Handbuch, herausgegeben vom Deutschen Adelsarchiv in Marburg, seit vielen Jahren als eine der Hauptquellen zur Dokumentation der Genealogien des historischen Adels bekannt. Es erscheint seit 2015 und knüpft an die Tradition des Gothaischen Hofkalenders an, der von 1742 bis 1944 der Öffentlichkeit zugänglich war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hofkalender durch das Genealogische Handbuch des Adels (GHdA) fortgeführt und schließlich in das Gothaische Genealogische Handbuch überführt.
Der Vortrag und seine Bedeutung
Die Vortragsthese von PD Dr. Menning legt dar, dass der „GOTHA“ als eine Art Spiegel fungiert, der die Entwicklungen und Veränderungen innerhalb des Adels während des 19. und 20. Jahrhunderts reflektiert. Dr. Menning ist als Experte auf dem Gebiet der Adelsgeschichte bestens qualifiziert und hat viele Editionen sowie Publikationen zu Adelsgeschlechtern aus dem südwest- und nordostdeutschen Raum veröffentlicht, die sein tiefes Fachwissen unterstreichen.
Das Gothaische Genealogische Handbuch gliedert sich in mehrere Unterreihen. Dazu gehören das Handbuch der fürstlichen, gräflichen sowie freiherrlichen Häuser und adeligel Häuser, und bietet somit eine umfassende Übersicht über die genealogische Landschaft des deutschen Adels, was das Werk zu einer wertvollen Ressource für Historiker, Genealogen und alle Interessierten macht.
Die Rolle des Deutschen Adelsarchivs
Das Deutsche Adelsarchiv in Marburg, das eine über 250-jährige Tradition aufweist, spielt eine zentrale Rolle in der Erforschung des Adels. Gegründet vor 70 Jahren von Hans Friedrich v. Ehrenkrook und Jürgen v. Flotow, war die Einrichtung von Anfang an darauf ausgelegt, dokumentarische und historische Informationen über den Adel zu sammeln und aufzubereiten. Mit etwa 305 laufenden Metern an Beständen und einer Präsenzbibliothek mit rund 23.000 Bänden ist das Archiv ein Eldorado für Forschende, die die Geschichte des Adels beleuchten wollen.
Das Gothaische Genealogische Handbuch ist nicht nur ein Hofkalender, sondern ein lebendiges Dokument, das die Beziehungen und die Entwicklungen des Adels im Laufe der Jahrhunderte festhält. Es ist mehr als nur ein historisches Nachschlagewerk; es ist ein Zeugnis, das die Verbindungen zwischen den verschiedenen Adelsfamilien und ihrem Einfluss auf die deutsche Geschichte verdeutlicht.
Schließlich lädt der Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha e.V. alle Besucher herzlich zu einem kleinen Empfang nach dem Vortrag ein, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen und die Möglichkeit zum Austausch zu bieten.
Für weitere Informationen über das Gothaische Genealogische Handbuch können Sie den Artikel auf Wikipedia besuchen. Auch das Deutsche Adelsarchiv bietet spannende Einblicke in die Geschichte und die Aktivitäten rund um den Adel in Deutschland.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, einen Blick in die faszinierende Geschichte des Adels zu werfen und einen Abend voller Wissensaustausch zu erleben!