Miku Sophie Kühmel liest am 29. August über Liebe und Kunst in den 20ern
Miku Sophie Kühmel liest am 29. August 2025 in Gotha aus ihrem Roman „Hannah“, der die Liebe zwischen Hannah Höch und Til Brugmann thematisiert.

Miku Sophie Kühmel liest am 29. August über Liebe und Kunst in den 20ern
Am 29. August 2025 lädt die Stadtbibliothek „Heinrich Heine“ in Köln zu einem besonderen literarischen Ereignis ein. Die Autorin Miku Sophie Kühmel wird aus ihrem neuen Roman „Hannah“ lesen. Beginn der Lesung ist um 17:30 Uhr, und die Eintrittskarten sind kostenfrei erhältlich. Dies ist ein Teil der Stadtjubiläums-Lesereihe „12 Autoren, 50 Geschichten“, die von der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha unterstützt wird.
In „Hannah“ erkundet Kühmel die Beziehung zwischen der Künstlerin Hannah Höch und der Schriftstellerin Til Brugmann. Diese zwei bemerkenswerten Frauen lebten und arbeiteten in den 1920er- und 1930er-Jahren in Den Haag und Berlin. Ihre Geschichte ist nicht nur ein romantisches Abenteuer, sondern auch ein Abbild der politischen Turbulenzen der damaligen Zeit, als der Nationalsozialismus drohte, die künstlerische Freiheit zu ersticken. Die beiden Protagonistinnen treffen sich erstmals in Höchs Atelier, wo eine intensive und leidenschaftliche Beziehung entsteht, die mehrere Jahre andauert. Diese liebevolle Verbindung wird von Feiern und Zärtlichkeiten geprägt, aber auch von den Herausforderungen, die die gesellschaftlichen Umstände mit sich bringen.
Queere Liebe im Fokus
Was macht „Hannah“ so besonders? Neben der tiefen emotionalen Verbindung zwischen den Protagonistinnen thematisiert der Roman die Queerness der beiden Frauen, eine Thematik, die in der historischen Literatur oft vernachlässigt oder falsch interpretiert wird. „Ich möchte, dass die Leser die historische Distanz vergessen und Augenhöhe mit den Figuren erleben“, erklärt Kühmel. Dabei verschmilzt die Fiktion mit echten historischen Figuren, wie Kurt Schwitters und Raul Hausmann, was dem Buch einen zusätzlichen Reiz verleiht. Allerdings betont die Autorin, dass die Figuren fiktiv sind und der Roman nicht als kunsthistorische Abhandlung zu verstehen ist, sondern als literarisches Werk, das zum Nachdenken anregen soll.
Ein Blick auf die Autorin
Miku Sophie Kühmel, geboren 1992 in Gotha und heute als freie Schriftstellerin in Berlin lebend, hat mit „Hannah“ ein bedeutendes Werk geschaffen. Die Künstlerin Hannah Höch zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Weimarer Republik und war Teil der Dada-Bewegung, die sich gegen konventionelle Kunstformen stellte und mutige neue Ausdrucksformen suchte. Kühmel gelingt es, diese historische Figur in das Licht einer zeitlosen Liebesgeschichte zu setzen, die viele Leser anspricht.
Die Lesung am Freitag verspricht somit nicht nur literarische Kost, sondern auch einen tiefen Einblick in eine Beziehung, die durch Kunst, Leidenschaft und die Herausforderungen ihrer Zeit geprägt war. Wer Interesse hat, sollte sich beeilen, denn die Karten sind begehrt! Mehr Informationen zu dem Buch gibt es hier. Lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen und erleben Sie die besondere Verbindung zwischen Kunst und Literatur an diesem Abend.
Interessierte Leser können sich auf ein inspirierendes Event freuen, das nicht nur die Kunst von Hannah Höch würdigt, sondern auch die ungewöhnlichen Lebensgeschichten von Frauen in bewegten Zeiten reflektiert. Seien Sie dabei!