70 Jahre im Dienst der Bildung: GEW ehrt Urgestein Günter Zorn!
Im Ilm-Kreis würdigt die GEW langjährige Mitglieder und beleuchtet Entwicklungen in Bildung und Gewerkschaftsarbeit am 2.11.2025.

70 Jahre im Dienst der Bildung: GEW ehrt Urgestein Günter Zorn!
Am 2. November 2025 steht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Mittelpunkt, denn sie würdigt ihre langjährigen Mitglieder. Besonders im Rampenlicht steht Günter Zorn aus der Landgemeinde Geratal, der beeindruckende 70 Jahre Mitglied der GEW ist. Diese Ehrung erinnert nicht nur an seine Treue zur Gewerkschaft, sondern auch an die Veränderungen und Herausforderungen, die die Bildung in Deutschland seit seiner Mitgliedschaft durchlebt hat. Damals, als Zorn der GEW beitrat, forderte der DGB-Vorsitzende die Einführung der 40-Stunden-Woche, ein Thema, das zu dieser Zeit besonders brisant war. Zudem gab es DDR-Beschränkungen für den Verkauf von Lebensmitteln an Westdeutsche und eine politische Landschaft, in der der Nichtbeitritt der BRD zur NATO als Bedingung für eine Wiedervereinigung formuliert wurde. Parallel startete die Ratesendung „Was bin ich?“ mit Robert Lemke – ein nostalgischer Rückblick auf eine dynamische Epoche.
Die GEW ist mehr als nur eine lange Tradition. Laut der GEW gew.de erhalten Mitglieder umfassenden Rechtsschutz in verschiedenen beruflichen Angelegenheiten. Ob es sich um unfaire Beurteilungen, falsche Eingruppierungen oder Kündigungen handelt, Mitgliedern stehen zahlreiche Unterstützungsangebote zur Verfügung. Schulungen und Vernetzungstreffen helfen Personal- und Betriebsräten, die Interessen der Mitglieder stark zu vertreten.
Solidarität und Unterstützung
Die Gewerkschaft verhandelt Tarifverträge sowohl im öffentlichen Dienst als auch im privaten Bildungsbereich, von denen auch Beamtinnen und Beamte profitieren. Ein weiterer Pluspunkt für die Mitglieder sind die rechtlichen und finanziellen Schutzmaßnahmen während Arbeitskämpfen. Darüber hinaus bietet die GEW eine Berufshaftpflichtversicherung für Mitglieder an, die bei Personen-, Sach- und auch Vermögensschäden greift.
Mit einem Mitgliedsbeitrag, der das Abonnement der bundesweiten Zeitschrift „Erziehung & Wissenschaft“ umfasst, erhalten Mitglieder zudem Zugang zu verschiedenen Informationen über Bildungs-, Beamten- und Tarifpolitik. Die GEW engagiert sich auch aktiv in der bildungspolitischen Debatte und unterstützt Projekte durch die Max-Traeger-Stiftung sowie politisch verfolgte Gewerkschafter über den Heinrich-Rodenstein-Fonds.
Ein weiteres Highlight sind die exklusiven Serviceangebote für Mitglieder, die zum Beispiel Ermäßigungen im Urlaub und Vorteile bei der Altersvorsorge durch Kooperationen umfassen. Daher bleibt die GEW eine wichtige Anlaufstelle für diejenigen, die im Bildungssektor tätig sind und sich für ihre Rechte und die ihrer Kolleg:innen einsetzen möchten.
Mit der Ehrung von langjährigen Mitgliedern wie Günter Zorn zeigt die GEW, dass Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können. Es bleibt spannend, wie sich die Bildungslandschaft in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird und welche Herausforderungen die Zukunft bereit hält.