CDU-Chef Schulze fordert Arbeitspflicht für Asylbewerber in Sachsen-Anhalt
Sven Schulze von der CDU fordert eine Arbeitspflicht für Asylbewerber in Sachsen-Anhalt zur Integration und Entwicklung der Region.

CDU-Chef Schulze fordert Arbeitspflicht für Asylbewerber in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt gibt es hitzige Debatten über die Integration von Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt. Sven Schulze, der Vorsitzende der CDU in Sachsen-Anhalt, macht sich stark für eine **Arbeitspflicht** für alle arbeitsfähigen Asylbewerber. In einem Interview mit der „Mitteldeutschen Zeitung“ erklärte er, dass dieses Modell für ganz Sachsen-Anhalt gelten soll. Ziel ist es, Migranten aktiv in die Gemeinschaft zu integrieren und sie dazu zu bringen, zur Entwicklung des Landes beizutragen. Schulze ist bereits im Austausch mit den Landkreisen, um seine Pläne voranzutreiben. Ähnlich wie in Thüringen, wo im vergangenen Jahr eine solche Arbeitsverpflichtung eingeführt wurde, will er auch in Sachsen-Anhalt ein Zeichen setzen. Der Kreis Greiz hat einen Rechtsstreit um 80-Cent-Jobs gewonnen, was den Weg für diese Initiative ebnen könnte. Schulze, der designierte Spitzenkandidat der CDU für die kommende Landtagswahl im September 2026, wird am Samstag offiziell gewählt.
Unterdessen zeigen erfolgreiche Integrationsprojekte, wie etwa in der Gemeinde Raguhn-Jeßnitz, dass Asylbewerber durchaus einen wertvollen Beitrag leisten können. So arbeitet der 49-jährige Abbas Najafi aus dem Irak seit kurzem im Bauhof der Gemeinde. Trotz anfänglicher Sprachbarrieren habe er sich schnell eingelebt und wird von Bauhofleiter Henry Rousseau und seinem Team sehr geschätzt. „Verständigung erfolgt teils mit Händen und Füßen oder mit Hilfe von Übersetzungsprogrammen“, erklärt Rousseau, der sich über die tatkräftige Unterstützung freut.
Lokale Bedürfnisse und Initiativen
Auch in Raguhn-Jeßnitz wird der große Bedarf an Arbeitskräften deutlich. Bürgermeister Hannes Loth von der AfD berichtet von zahlreichen freien Stellen, die es schwierig machen, die notwendigsten Aufgaben zu erfüllen. “Unsere Stadt hat wenig Geld, und Personal ist knapp”, betont er und verweist darauf, dass die Planstellen im Bauhof vorher voll besetzt waren. Najafi und andere Asylbewerber übernehmen hier verschiedene Tätigkeiten wie Hecken schneiden, Rasen mähen und Spielplätze säubern. Diese Jobs sind nicht nur für die Gemeinde von Vorteil, sondern bieten auch eine Chance für die Migranten, sich weiter zu integrieren und einen eigenen Beitrag zu leisten.
Die Situation in Sachsen-Anhalt spiegelt somit ein landesweites Problem wider: Wie können wir die vorhandene Arbeitskraft der Asylbewerber effektiv nutzen? Schulzes Vorschläge könnten hier eine Antwort darstellen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie diese Maßnahmen von der breiten Öffentlichkeit aufgenommen werden und welche weiteren Schritte nötig sein werden, um die Integration zu fördern.