Frankfurt setzt auf digitale Bewässerung: Bäume smart versorgen!
Frankfurt am Main startet ein innovatives Bewässerungsprojekt für städtische Bäume, gefördert mit 1,3 Millionen Euro.

Frankfurt setzt auf digitale Bewässerung: Bäume smart versorgen!
In Zeiten des Klimawandels müssen Städten innovative Lösungen einfallen, um ihre Grünflächen nachhaltig zu bewässern. In Frankfurt am Main wird in dieser Richtung ein spannendes Projekt namens „NEWS – Natural-digital Ecosystems for Water Savings“ ins Leben gerufen. Diese Initiative, die von Kommune21 initiiert wurde, bringt das Grünflächenamt, den Palmengarten und das Fraunhofer-Institut FIT zusammen, um Bäume bedarfsgerecht zu bewässern.
Das Hauptziel des Projekts ist es, die Bewässerung in städtischen Grünflächen effizienter zu gestalten, insbesondere angesichts häufigerer Trockenperioden, die durch den Klimawandel begünstigt werden. Mit einer Förderung von etwa 1,3 Millionen Euro durch das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation soll bis Herbst 2025 eine Software entwickelt werden, die die Wasserbedarfe einzelner Bäume präzise erfasst. Dies umfasst die installation von 200 Sensoren, die wichtige Daten zu Saugspannung und Wassergehalt im Boden sammeln.
Technologie für die Natur
Die Idee hinter der digitalen Bewässerung ist es, Bäume in Gruppen zu organisieren, die ähnliche Bedingungen teilen, wie Baumart, Standort und Mikroklima. Das ermöglicht es, die spezifischen Bewässerungsbedarfe präzise abzuleiten. Laut einer aktuellen Meldung informieren sich auch prominente Politiker, wie Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus, regelmäßig über den Projektfortschritt.
Insgesamt versorgt das Frankfurter Grünflächenamt etwa 7.000 bis 8.000 Jungbäume, während der Palmengarten und der Botanische Garten ebenfalls eine große Anzahl an Gehölzen betreuen. Knappigkeit und gezielte Bewässerung werden durch die erhobenen Sensordaten zu einem immer wichtigeren Thema. Die Erkenntnisse aus dem Projekt könnten als Blaupause für andere Kommunen in ganz Deutschland dienen.
Digitale Initiativen im Umland
Aber nicht nur in Frankfurt wird an der Digitalisierung im Bereich der städtischen Natur gearbeitet. Auch in Nauheim und Bad Homburg stehen ähnliche Projekte in der Pipeline. FNP berichtet, dass in Bad Homburg bis Ende 2024 mehrere Digitalisierungsprojekte umgesetzt werden sollen, unter anderem zur Bodenfeuchteüberwachung mit modernen Sensoren. Diese unterstützen die gezielte Bewässerung von Jungbäumen und werden Teil eines interkommunalen Projekts, das vor allem der Digitalisierung dient.
Die städtischen Behörden arbeiten eng zusammen, um Daten über Umwelt- und Infrastrukturzustände zu sammeln und diese für die Bürger in einfacher Form zugänglich zu machen. So könnten in Zukunft auch QR-Codes und interaktive Inhalte die touristischen Angebote erweitern. Weitere geplante Projekte in Bad Homburg umfassen VR-Brillen für virtuelle Besichtigungen und eine Online-Plattform zur Bürgerbeteiligung.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Doch das Bewässerungsproblem betrifft nicht nur Deutschland, sondern ist ein globales Thema. Das Fraunhofer-Institut zeigt dies anhand von Projekten in Städten wie Kochi in Indien und Saltillo in Mexiko, die innovative Lösungen gegen den Klimawandel erarbeiten. Erfreulich ist, dass solche Initiativen, die den Fokus auf Ressourcenschonung und Effizienzlegen, immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Ob in Frankfurt, Nauheim oder Bad Homburg – die Entwicklungen im Bereich der digitalen Bewässerung zeigen, dass mit praktischen, gut durchdachten Lösungen viel erreicht werden kann, um das städtische Grün für zukünftige Generationen zu bewahren.