Halle plant Zukunftszentrum: Bürger bis 6. Oktober aktiv einbringen!
Halle (Saale) startet Bürgerbeteiligung zur Neugestaltung des Riebeckplatzes. Entwurf bis 6. Oktober 2025 einsehbar. Erfahren Sie mehr!

Halle plant Zukunftszentrum: Bürger bis 6. Oktober aktiv einbringen!
Die Stadt Halle (Saale) ist gerade dabei, den Riebeckplatz neu zu gestalten. Der Entwurf für den Bebauungsplan Nr. 174.2 mit dem Titel „Riebeckplatz-Zukunftszentrum“ ist seit heute öffentlich einsehbar. Dies berichtet dubisthalle.de. Die Bürgerinnen und Bürger sind bis zum 6. Oktober 2025 eingeladen, ihre Ideen und Anregungen einzubringen. Riebeckplatz spielt eine zentrale Rolle als Verkehrsdrehscheibe in Halle und wird täglich von zahlreichen Autos, Bussen, Straßenbahnen sowie Fußgängern frequentiert.
Mit dem neuen Bebauungsplan zielt die Stadt darauf ab, eine Neuordnung des Stadtbildes zu erreichen und ein „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ zu entwickeln. Der ausgewiesene Plangebiet erstreckt sich über etwa 7,8 Hektar und umfasst hauptsächlich verkehrlich genutzte Flächen. Im Fokus stehen nicht nur die Umbauten, sondern auch eine neue Denkweise bezüglich der verkehrlichen Funktionen, die auf eine bessere Lebensqualität abzielen.
Einbindung der Bürger
Die Stadtverwaltung hat die Bürgerbeteiligung hoch angesiedelt. Die Unterlagen zum Bebauungsplan sind sowohl online auf dem Beteiligungsportal von Sachsen-Anhalt als auch vor Ort im Foyer des Verwaltungsgebäudes Neustädter Passage 18 einsehbar. Außerdem können die Rückmeldungen schriftlich oder digital abgegeben werden, und dies sowohl über das Landesportal als auch mit einem Beteiligungsformular, das online zur Verfügung steht.
Ein weiterer Schritt in der Planung wird ein Architekturwettbewerb sein, der noch in diesem Jahr durchgeführt werden soll. Der Riebeckplatz soll einer grundlegenden Neustrukturierung unterzogen werden, dabei wird das Gelände des ehemaligen Maritim-Hotels ebenso mit einbezogen. In den Informationsveranstaltungen, die bereits im März stattfanden, wurde über die geplanten Gebäudehöhen von bis zu 90 Metern und die Integration diverser Nutzungsmöglichkeiten, wie Wohnraum, Gewerbe und Dienstleistungen, informiert. MDR berichtet, dass auch an eine Erweiterung der Angebote für den Fuß- und Radverkehr gedacht wird.
Ein zukunftsorientiertes Konzept
Das Strukturkonzept sieht vor, den Autoverkehr zugunsten von Fußgänger- und Fahrradverkehr zu reduzieren. So könnte die Hochstraße über den Riebeckplatz begrünt und nur für Radler und Fußgänger geöffnet werden, während Alternativen wie der Abriss von Brücken diskutiert werden. Die neuen Straßen werden von begleitenden Fahrrad- und Fußwegen flankiert, was den Platz zugänglicher macht und das Erscheinungsbild insgesamt harmonisiert, so wie es auch in dem Leitfaden zur Bürgerbeteiligung beschrieben wird hier.
Das Ziel dieser Maßnahmen ist ein einheitlicheres und offeneres Stadtbild, das sowohl soziale Kontrolle fördert als auch das Wohlbefinden der Besucher und Anwohner steigert. Die Erdgeschosse der Neubauten sollen funktional und einladend gestaltet werden, was bereits am Beispiel eines Supermarkts im Wohn- und Geschäftshaus der HWG vorgelebt wird. Diese Entwicklung könnte dem Riebeckplatz nicht nur ein neues, frisches Gesicht geben, sondern auch seine kulturelle und soziale Bedeutung für die Region stärken.