Oetker-Gruppe kauft Traditionsmarke Kathi – Das verändert sich jetzt!
Die Oetker-Gruppe übernimmt das traditionsreiche Unternehmen Kathi aus Halle (Saale) zur Stärkung ihrer Marktposition.

Oetker-Gruppe kauft Traditionsmarke Kathi – Das verändert sich jetzt!
Die Oetker-Gruppe hat einen weiteren Schritt in ihrer Expansionsstrategie vollzogen: Sie plant die Übernahme des traditionsreichen Herstellers Kathi aus Halle (Saale). Die Verträge waren bereits unterzeichnet, und der Bielefelder Konzern wird nicht nur den Produktionsstandort in Halle übernehmen, sondern auch sämtliche Mitarbeiter. Kathi ist besonders bekannt für Backmischungen und Mehle, insbesondere in Ostdeutschland, und bringt über 70 Jahre Erfahrung in der Branche mit, seit der Gründung im Jahr 1951. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, was in solchen Deals nicht unüblich ist, um signifikante Details nicht preiszugeben. Die Nordwest Zeitung berichtet, dass Kathi weiterhin eigenständig unter der Leitung von Geschäftsführer Marco Thiele geführt wird und für die Kunden alles beim Alten bleibt.
Der Schritt zur Übernahme ist Teil der Strategie der Oetker-Gruppe, ihre Marktposition im Bereich Backmischungen und Kuchenspezialitäten zu stärken. Geschäftsführer Carl Oetker sieht in Kathi einen idealen Partner, der gut zu den Werten und Zielen des Familienunternehmens passt. Dies wurde auch von Marco Thiele bestätigt, der die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das herausfordernde Marktumfeld als Gründe für den Verkauf nannte. Diese Faktoren haben in den letzten Jahren viele Unternehmen in der Lebensmittelbranche dazu gezwungen, neue Wege zu gehen.
Ein Blick auf die Lebensmittelindustrie
Die deutsche Lebensmittelindustrie ist ein zentraler Bestandteil des verarbeitenden Gewerbes und generiert einen Umsatz von etwa 205 Milliarden Euro. Dabei sind die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln, ohne Getränke, eine bedeutsame Säule unserer Wirtschaft. Unternehmen wie Südzucker, Bahlsen und Dr. Oetker spielen dabei eine entscheidende Rolle. Im Jahr 2023 gab es in der Branche etwa 5.559 Betriebe mit über 20 Beschäftigten, wobei die Mehrheit dieser Unternehmen klein und mittelständisch geprägt ist. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Back- und Teigwarenherstellung, die das höchste Investitionsvolumen im Sektor aufweist, was für die Oetker-Gruppe und die Übernahme von Kathi von großer Bedeutung ist.
Die Übernahme von Kathi stellt für die Bielefelder eine strategische Möglichkeit dar, ihre Innovationspotentiale im Backsegment weiter auszubauen. Dadurch könnten durch verbesserte Produktionsmethoden und neue Produkte nicht nur bestehende Märkte bedient, sondern auch neue Kunden gewonnen werden. Die Oetker-Gruppe ist bereits ein wichtiger Anbieter im Lebensmittelhandel und sieht sich gut aufgestellt, um diesen Sektor weiter zu erobern. Der Lebensmittelsektor ist durch hohe Investitionen und eine starke internationale Vernetzung geprägt, was zeigt, dass hier viel Potenzial steckt.
Somit wird die Übernahme von Kathi durch die Oetker-Gruppe als eine Win-win-Situation für beide Unternehmen betrachtet. Der Traditionsbetrieb bleibt erhalten und kann sein Erbe in der Backkultur Deutschlands weiterführen, während Oetker seine Produktpalette erweitern und seinen Marktanteil stärken kann.
Für die Verbraucher wird sich durch den Eigentümerwechsel voraussichtlich nichts ändern, wozu auch eine klare Kommunikation des Unternehmens beiträgt. So bleibt die Traditionsmarke Kathi in der Region fest verankert und wird gleichzeitig Teil eines größeren Unternehmens, das ihr vielversprechende Perspektiven bieten kann, während in der MDV von der positiven Entwicklung in der Backwarenbranche die Rede ist.
Mit diesen Entwicklungen wird deutlich, dass in der Lebensmittelindustrie, insbesondere im Segment der Backwaren, noch viel Platz für Wachstum und Innovationskraft besteht.