Revolution in Halle: Neues Bondingbad stärkt Eltern-Kind-Bindung!

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Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle führt ein neues Bondingbad ein, um die Mutter-Kind-Bindung nach belastenden Geburten zu fördern.

Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle führt ein neues Bondingbad ein, um die Mutter-Kind-Bindung nach belastenden Geburten zu fördern.
Das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle führt ein neues Bondingbad ein, um die Mutter-Kind-Bindung nach belastenden Geburten zu fördern.

Revolution in Halle: Neues Bondingbad stärkt Eltern-Kind-Bindung!

In der größten Geburtsklinik Sachsen-Anhalts, dem Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara in Halle, wird ein neues, kostenfreies Angebot für frischgebackene Mütter ins Leben gerufen: das Bondingbad. Dieses innovative Konzept hat das Ziel, die Bindung zwischen Mutter und Kind nach möglicherweise belastenden Geburtserlebnissen zu stärken. Laut Krankenhaus Halle wird das Bondingbad im Rahmen der Wochenbettbetreuung angeboten, wenn die Hebammen im „Geburts-Nachgespräch“ einen Bedarf erkennen.

Das „Geburts-Nachgespräch“, das seit Mai 2025 mit dem Deutschen Hebammenpreis ausgezeichnet wurde, ermöglicht eine strukturierte Reflexion des Geburtsverlaufs am Tag nach der Entbindung. Es ist ein wichtiger Bestandteil des ganzheitlichen Ansatzes der Klinik, der auf traumasensible Geburtshilfe abzielt. „Geburten verlaufen nicht immer nach Wunsch und das kann die Bindung zwischen Mutter und Kind belasten“, führt Kathrin Eichhorn, die leitende Hebamme, aus.

Ein hilfreiches Ritual für Mutter und Kind

Das Bondingbad, auch als „Babyheilbad“ bekannt, hat die Absicht, emotionale und physische Reflexe nach der Geburt nachzuerleben. Wie Frauenwohl-Babyglück beschreibt, wird das Baby dabei in warmem Wasser gebadet, das die Geburtsumstände simuliert. Direkt im Anschluss wird das kleine Wesen auf die Brust der Mutter gelegt. Dieser Haut-zu-Haut-Kontakt aktiviert natürliche Instinkte und bindungsfördernde Hormone wie Oxytocin.

Das Bondingbad bietet nicht nur einen geschützten Raum für emotionale Heilung und Nähe, sondern ist auch eine gezielte Therapie, um negative neuronale Verknüpfungen zu überschreiben, die durch traumatische Geburtserlebnisse entstanden sein könnten. Ein solcher Ansatz kann insbesondere bei stressbedingten Symptomen wie Stillproblemen oder einer erhöhten Unruhe des Kindes helfen. Immerhin sind regelmäßige Anwendungen dafür bekannt, schwierige Geburtserlebnisse aufzuarbeiten und die emotionale Verbindung zu vertiefen.

Bedeutung des ungestörten Bindungsaufbaus

Wie das Stillen Institut betont, ist die erste Zeit nach der Geburt entscheidend für den Bindungsaufbau zwischen Mutter und Kind. Die Haut-zu-Haut-Kontaktphasen fördern nicht nur das Wohlbefinden von Mutter und Kind, sondern verbessern auch die Chancen auf erfolgreiches Stillen. Dabei wird das Neugeborene direkt nach der Entbindung auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es in den ersten Stunden ungestört bleiben sollte.

Der Hautkontakt regt die Ausschüttung von Oxytocin an, das für ein Gefühl von Nähe und Geborgenheit sorgt. Die positiven Auswirkungen sind vielfältig: weniger Schreien des Babys, bessere Temperaturregulation und ein stabilerer Blutzuckerspiegel sind nur einige davon. Daher wird eine Fortführung des Hautkontakts auf der Wochenstation dringend empfohlen, insbesondere wenn Stillprobleme auftreten.

Mit der Einführung des Bondingbads beweist die Klinik für Geburtshilfe am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, dass sie sich weiterhin für moderne und individuelle Geburtshilfe stark macht. Das neue Angebot zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die ganzheitliche Betreuung von Müttern und ihren Babys ist und dass die Klinik ein gutes Händchen für innovative Lösungen hat.