Strasser vs. Möller: Wer wird die Wahl in Frankfurt (Oder) entscheiden?

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In Frankfurt (Oder) steht die Oberbürgermeisterwahl am 12. Oktober 2025 bevor. Einzelkandidat Axel Strasser und AfD-Kandidat Möller liefern sich ein enges Rennen.

In Frankfurt (Oder) steht die Oberbürgermeisterwahl am 12. Oktober 2025 bevor. Einzelkandidat Axel Strasser und AfD-Kandidat Möller liefern sich ein enges Rennen.
In Frankfurt (Oder) steht die Oberbürgermeisterwahl am 12. Oktober 2025 bevor. Einzelkandidat Axel Strasser und AfD-Kandidat Möller liefern sich ein enges Rennen.

Strasser vs. Möller: Wer wird die Wahl in Frankfurt (Oder) entscheiden?

In Frankfurt (Oder) stehen die Wahlen vor der Tür, und die Spannung steigt. Am 12. Oktober 2025 dürfen die Bürger:innen ihre Stimme abgeben, um einen neuen Oberbürgermeister zu wählen. Der parteilose Kandidat Axel Strasser hat bereits ein gutes Pflaster für sich gefunden und lag bei der Wahl am 21. September mit 32,4 Prozent der Stimmen vorn. Doch der Weg zur Wahl ist alles andere als einfach. nd-aktuell berichtet, dass auch innerhalb der Linken Fragen zur Zusammenarbeit mit Strasser offen bleiben. Anja Kreisel, die Linke-Kreisvorsitzende, sieht sich in der Pflicht, für den parteilosen Bewerber zu werben. Ob Strasser sich klar von der AfD abgrenzen kann, bleibt ebenfalls fraglich.

Sein Hauptkontrahent wird Wilko Möller von der AfD sein, der mit 30,2 Prozent nur knapp hinter Strasser liegt. Möller wird nicht gerade als derjenige angesehen, der für Einigkeit und Zusammenhalt in der Stadt sorgt. Vielmehr wird er von politischen Beobachtern als potenzieller Verursacher von Ausgrenzung und Spaltung gesehen. Im Vergleich dazu genießt Strasser einen Ruf als demokratischer Kandidat, der das Potenzial zur konstruktiven Stadtentwicklung in sich trägt.

Die Rahmenbedingungen

An der Wahl nehmen insgesamt vier Kandidaten teil, jedoch erreichte keiner die erforderliche absolute Mehrheit. Neben Strasser und Möller scheiden die CDU-Kandidatin Désirée Schrade mit 28,8 Prozent und die SPD-Kandidatin Simona Koß mit 8,6 Prozent aus dem Rennen. Eine Einigung zwischen den großen Parteien hätte Schrade möglicherweise einen Platz in der Stichwahl verschafft, doch das blieb aus. Dies bedauert auch Clemens Rostock, Landesvorsitzender der Grünen, der betont, dass man alles dransetzen müsse, Möller zu verhindern.

Die Wahlbeteiligung der Bürger:innen liegt bei 53,4 Prozent, was bei knapp 46.000 wahlberechtigten Einwohner:innen eine beachtliche Zahl darstellt. Strasser, der als Politikwissenschaftler und Referent bei der Industrie- und Handelskammer arbeitet und seit fünf Jahren in Frankfurt lebt, sieht die 7942 Stimmen als eine Bestätigung seiner Visionen. Es bleibt abzuwarten, wie die Wähler:innen am 12. Oktober entscheiden werden, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Stadt schon einmal einen parteilosen Oberbürgermeister hatte. Martin Wilke wurde 2018 abgelöst und die Frage bleibt, ob Strasser dieses Schicksal vermeiden kann.

Ob die Wähler:innen an diesem Tag bereit sind, für eine neue politische Richtung in Frankfurt (Oder) zu stimmen, bleibt spannend. Axel Strasser könnte dabei als einer der entscheidenden Spieler auftreten, doch die Konkurrenz schläft nicht. Möller hat sich klar in der politischen Landschaft positioniert und fremdenfeindliche Rhetorik vermieden, um sich als harter Kämpfer für den Wechsel in der Stadtpolitik darzustellen. Die Entscheidung über die künftige politische Ausrichtung der Stadt liegt nun in den Händen der Wähler:innen.

Am 12. Oktober wird sich zeigen, ob Strasser und die anderen Kandidaten genug Stimmen sammeln können, um die Bürger:innen von ihren Konzepten zu überzeugen. Bis dahin bleibt es wichtig, die Entwicklungen genau im Auge zu behalten und die politische Diskussion anzuregen. Denn, wie wir wissen: Da liegt was an!