Berliner Wärmeplanung: So wird die Hauptstadt klimaneutral bis 2045!
Berlin plant eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045. Wie die Wärmeplanung 2026 die Energiewende beeinflusst, erfahren Sie hier.

Berliner Wärmeplanung: So wird die Hauptstadt klimaneutral bis 2045!
In Berlin tut sich was in Sachen nachhaltige Wärmeversorgung. Bis 2045 möchte die Hauptstadt klimaneutral heizen. Das ist ein ambitioniertes Ziel, das nun durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung zur Berliner Wärmeplanung, die 2026 starten soll, unterstützt wird. Aktuell kommt zwar weniger als 10% der Wärme aus erneuerbaren Quellen, doch das soll sich mit dem neuen Wärmeplanungsgesetz (WPG) ändern. Dieses verpflichtet alle Kommunen mit über 100.000 Einwohnern, bis Ende Juni 2026 einen detaillierten Wärmeplan vorzulegen, wie rbb24 berichtet.
Ein Blick auf die Ist-Situation zeigt, dass rund 40% der CO2-Emissionen in Berlin aus dem Gebäude- und Wärmebereich stammen. Während die Fernwärme gut 30% des Wärmeverbrauchs deckt, heizen etwa 50% der Haushalte mit Gas. Interessanterweise stammt rund 75% der Fernwärme aus Erdgas, was den Weg zur Klimaneutralität erschwert. Das Berliner Energiewendegesetz sieht vor, dass bis 2030 bereits 40% der Wärme aus erneuerbaren Energien oder Abwärme kommen soll.
Neue Strukturen zur Wärmeversorgung
Die Wärmeplanung unterteilt Berlin in drei verschiedene Gebietstypen: In den Wärmenetzgebieten wird hauptsächlich vorhandene oder erweiterbare Fernwärme genutzt, während in Prüfgebieten die Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzen untersucht wird. In den dezentralen Gebieten steht die individuelle Umstellung auf Technologien wie Wärmepumpen im Fokus. Neben diesen Maßnahmen ist die Förderung von Abwärme aus der Industrie, Geothermie und Solarthermie Teil des Plans, um in Zukunft umweltfreundlicher zu heizen.
Die Investitionen sind gewaltig: Die Berliner Energie- und Wasserversorgung (BEW) hat seit 2024 das größte Fernwärmenetz der Stadt übernommen, und in den kommenden fünf Jahren sollen über 6 Milliarden Euro in die Wärmewende gesteckt werden. Dies geschieht nicht nur durch öffentliche Gelder, sondern auch durch private Energieversorger und Eigentümer, die ebenfalls in die modernen Infrastrukturen investieren müssen.
Kosten und Herausforderungen der Wärmewende
Allerdings wird die Umsetzung der Wärmewende als langsam eingeschätzt, und insgesamt werden die Kosten in Milliardenhöhe prognostiziert. Trotz vorhandener Förderprogramme bleibt die Zuverlässigkeit häufig hinter den Erwartungen zurück. Ein großes Anliegen ist es, die Umstellung sozial verträglich und bezahlbar zu gestalten, ohne dass Mieterhöhungen durch energetische Sanierungen in den Himmel schießen.
Ein weiterer Punkt der Diskussion ist die Regulierung der Fernwärmepreise. Momentan haben die Anbieter die Freiheit, ihre Preise selbst festzulegen, was zu Besorgnis führt. Ein geplantes Preis-Monitoring soll zukünftig zumindest einen Überblick über die Preisentwicklung und -unterschiede geben.
Kulturelles Engagement: „Protect the Dolls“
Der Begriff wird mittlerweile häufig humorvoll gebraucht und signalisiert Unterstützung für die Transgemeinschaft. Doch sollte beim Einsatz unbedingt der Kontext berücksichtigt werden, insbesondere wenn man individuell auf Transpersonen eingeht. Die Verwendung von „protect the dolls“ gilt als positiver Ausdruck, der die soziale Wahrnehmung von Transidentitäten stärkt und gleichzeitig dazu aufruft, die damit verbundenen Herausforderungen ernst zu nehmen.
Berlin bewegt sich also nicht nur klimatisch in eine neue Richtung, sondern auch kulturell. Die Verknüpfung von Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit ist ein Thema, das sowohl in der Wärmeversorgung als auch in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert einnimmt.