Hunderttausende demonstrieren in Berlin: Stopp der Waffenexporte nach Israel!
In Berlin protestierten am 27.09.2025 über 100.000 Menschen gegen Israels Krieg im Gazastreifen, forderten sofortige Maßnahmen.

Hunderttausende demonstrieren in Berlin: Stopp der Waffenexporte nach Israel!
Am heutigen Tag, dem 27. September 2025, fanden in Berlin massive Proteste gegen die israelische Kriegsführung im Gazastreifen statt. Rund 20.000 Menschen versammelten sich vor dem Roten Rathaus, während die anschließende Kundgebung am Großen Stern von den Veranstaltern mit über 100.000 Teilnehmern beziffert wurde. Die Polizei schätzte die Menge auf etwa 60.000. Zusätzlich verlief eine kleinere Demonstration in Kreuzberg, an der etwa 1.200 Personen teilnahmen. Rund 1.800 Polizeibeamte wurden in der gesamten Stadt eingesetzt, um die Situation zu überwachen. Diese Großdemonstration wurde von einem Bündnis aus rund 50 Organisationen organisiert, darunter Gruppen wie Medico International, Amnesty International und die Partei Die Linke. Laut ZDF verlangten die Protestierenden einen sofortigen Stopp der deutschen Waffenexporte an Israel sowie Zugang für humanitäre Hilfe nach Gaza und EU-Sanktionen gegen Israel.
In der Öffentlichkeit wurde die humanitäre Lage im Gazastreifen als kritisch beschrieben, mit Berichten, die von einer akuten Hungersnot sprechen. An der Demonstration beteiligte sich unter anderem auch Michael Barenboim, ein jüdischer Musiker und Mitinitiator, der den Vorwurf des Völkermords gegen die Palästinenser erhob. Ines Schwerdtner, die Bundesvorsitzende der Linken, erklärte, dass in Gaza Völkermord verübt werde und übt scharfe Kritik an der Untätigkeit der Bundesregierung. Aufgerufen wurde zu Slogans wie „Free, free Palestine“ und „Hoch die internationale Solidarität“, während viele Teilnehmer Plakate mit Forderungen wie „Gaza – Stoppt das Massaker“ und „Freiheit für Palästina“ trugen.
Hintergrund des Konflikts
Die anhaltenden Proteste stehen im Kontext des Gaza-Kriegs, der am 7. Oktober 2023 durch einen Terrorangriff der Hamas auf Israel ausgelöst wurde, bei dem etwa 1.200 Menschen getötet wurden. Im Gegenzug flammten die Kämpfe in Gaza auf, wo laut Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde inzwischen rund 65.000 Palästinenser getötet wurden. Derzeit befinden sich noch 48 Geiseln in Gaza, von denen 20 nach israelischen Informationen am Leben sind. Die israelische Regierung hingegen weist die Vorwürfe des Völkermords entschieden zurück und betont, dass genügend Lebensmittel in den Gazastreifen gebracht werden.
Parallel zu den Protesten in Berlin kam es auch in Tel Aviv zu Kundgebungen. Laut Spiegel demonstrierten die Menschen dort gegen die humanitäre Krise im Gazastreifen. Diese internationalen Proteste verdeutlichen die weltweite Besorgnis über die Lage der Zivilbevölkerung im Konfliktgebiet und zeigen, dass das Thema in der Öffentlichkeit und auf der politischen Agenda nicht an Bedeutung verloren hat.