Milliardenschwere S-Bahn-Ausschreibung: Deutsche Bahn triumphiert!

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Ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Siemens und Stadler gewinnt Milliardenauftrag für Berlins S-Bahn-Netz. Alstom plant rechtliche Schritte.

Ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Siemens und Stadler gewinnt Milliardenauftrag für Berlins S-Bahn-Netz. Alstom plant rechtliche Schritte.
Ein Konsortium aus Deutscher Bahn, Siemens und Stadler gewinnt Milliardenauftrag für Berlins S-Bahn-Netz. Alstom plant rechtliche Schritte.

Milliardenschwere S-Bahn-Ausschreibung: Deutsche Bahn triumphiert!

Ein spannendes Kapitel im Berliner S-Bahn-Verkehr zeichnet sich ab: Ein Konsortium bestehend aus der Deutschen Bahn, Siemens und Stadler Rail hat den Zuschlag für das Vergabeverfahren über Teile des Berliner S-Bahn-Netzes erhalten. Dies berichtet rbb24. Mit einem Auftragsvolumen von sage und schreibe 15 Milliarden Euro wird das Konsortium mindestens 1.400 neue S-Bahn-Wagen beschaffen und deren Wartung über dreißig Jahre gewährleisten. Der Betrieb der ausgeschriebenen Strecken, dazu zählen das Nord-Süd-Netz und die Stadtbahnlinien, ist für die kommenden 15 Jahre angesetzt.

Diese Entscheidung wurde den beteiligten Unternehmen am Freitag übermittelt und ist das Ergebnis eines langwierigen Vergabeverfahrens, das im August 2023 gestartet wurde. Insgesamt verfolgen die Länder Berlin und Brandenburg nach einem umfassenden Umbau des Verkehrsangebots die Absicht, den S-Bahn-Verkehr weiterhin von der Deutschen Bahn betreiben zu lassen.

Alstom zieht den Kürzeren

Der französische Hersteller Alstom, der sich ebenfalls um den Auftrag beworben hatte, blieb mit seiner Forderung auf der Strecke. Er plant, gegen die Entscheidung vorzugehen und hat dafür bis zum 11. September Zeit, um Beschwerde vor der Vergabekammer des Landes Berlin einzulegen. Bereits im vergangenen Jahr war Alstom mit einem ähnlichen Vorgehen vor das Kammergericht gezogen, wurde jedoch abgewiesen. Auch hier kam es zu Mängeln im Vergabeverfahren, die das Gericht anerkannt, jedoch für nicht maßgeblich für die Klageerhebung hielt.

Bei einer eventuellen Rüge von Alstom könnte es durchaus zu längeren Verzögerungen kommen. Sollte die Beschwerde abgelehnt werden, könnte der Fall erneut vom Berliner Kammergericht geprüft werden, was die endgültige Zuschlagserteilung noch weiter hinauszögern könnte. Ein solcher Verzug wäre nicht allein ärgerlich; die ersten neuen Züge sollen frühestens in den 30er Jahren in Betrieb genommen werden – ein weitaus späterer Zeitpunkt als ursprünglich geplant, wo der Betriebsstart 2026 und 2028 angedacht war.

Die Struktur des Vergabeverfahrens

Das Vergabeverfahren für die Berliner S-Bahn-Netze umfasst zentrale Leistungen wie die Lieferung und Instandhaltung von Neufahrzeugen sowie Erbringung von Verkehrsleistungen. Insbesondere die zwei Teilnetze – die Nord-Süd-Strecken und die Stadtbahnlinien – sind entscheidend für die künftige Mobilität in der Hauptstadtregion. Das Vergabeverfahren, das von dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg geleitet wird, zeigt auf, dass die Notwendigkeit für einen transparenten und fairen Wettbewerb im Bahnverkehr evident ist. Die bereits bekannten Mängel des Vergabeverfahrens aus der früheren Amtszeit der damaligen Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) begründen die Skepsis, die mit dieser Thematik einhergeht.

Obwohl die Zuschlagserteilung nun erfolgt ist, bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickelt und ob Alstom tatsächlich rechtliche Schritte einleitet. Fest steht, dass die Berliner S-Bahn vor einem Umbruch steht – ein Umbruch, der, sofern alles glattläuft, die Verkehrslandschaft in der Hauptstadt über viele Jahre prägen wird.