Brandenburgs Unternehmen profitieren: 73 Millionen Euro vom JTF abgerufen!
Brandenburg profitiert vom Just Transition Fund: Unterstützung für Unternehmen, Klimaneutralität, 170 Millionen Euro bis 2027.

Brandenburgs Unternehmen profitieren: 73 Millionen Euro vom JTF abgerufen!
Was tut sich im Bundesland Brandenburg? Hier gibt es gewichtige Neuigkeiten aus der Wirtschaft, die vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen. Seit nunmehr zwei Jahren können Unternehmen in Brandenburg von den EU-Förderungen des Just Transition Fund (JTF) profitieren. Diese Initiative wurde ins Leben gerufen, um die Klimaneutralität der EU bis 2050 zu beschleunigen, insbesondere in Regionen, die stark von fossilen Energieträgern abhängig sind. Laut rbb24 zogen das Brandenburger Wirtschaftsministerium und die IHK Cottbus jetzt ein positives Zwischenfazit: Über 1.000 Anträge sind bisher eingegangen, wobei 560 bewilligt und 170 abgelehnt wurden – der Rest befindet sich noch in Prüfung.
Die Anträge werden von der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) bearbeitet, die den Unternehmen auch beratend zur Seite steht. Der JTF sorgt damit für eine neue Perspektive und gibt wirtschaftlichen Kräften, die von den Folgen des Kohleausstiegs betroffen sind, die nötige Unterstützung. Mathias Bothe, Geschäftsführer der elmak GmbH, hebt hervor, dass er durch die Förderung von 270.000 Euro nicht nur neue Maschinen, sondern auch ein Baugerüst finanzieren konnte. Diese Art der Unterstützung ist besonders für Handwerksbetriebe von Bedeutung, die oft von anderen Förderungen ausgeschlossen waren.
Ein Blick auf die Zahlen
Wie sieht es nun konkret mit den zur Verfügung stehenden Mitteln aus? Für die gesamte Förderperiode sind rund 238 Millionen Euro für die Unternehmensförderung aus dem JTF eingeplant. Davon entfallen 170 Millionen Euro auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU), während 68 Millionen Euro für Großunternehmen reserviert sind. Der JTF möchte damit gezielt die Wirtschaft fördern, die direkt vom Braunkohleausstieg betroffen ist. Ein weiterer Aspekt ist die Transformationsberatung für KMU, die darauf abzielt, deren Geschäftstätigkeit neu auszurichten und damit Entwicklungspotenziale außerhalb der Braunkohlewirtschaft zu heben.
Die Förderprogramme sind nicht nur eine Reaktion auf die wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch den Kohleausstieg entstehen, sondern auch ein Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Zukunft. Die Präsidentin der Handwerkskammer Cottbus, Corina Reifenstein, betont die Wichtigkeit dieser Förderung für Handwerksbetriebe und deren Fähigkeit, sich an neue Marktentwicklungen anzupassen.
Was bringt die Zukunft?
Der JTF wird noch bis 2027 laufen und Brandenburg hat insgesamt die Möglichkeit, bis dahin etwa 170 Millionen Euro zu vergeben. Bisher wurden bereits rund 73 Millionen Euro abgerufen. Insgesamt stellt die EU deutschen Braunkohlerevieren bis 2027 sogar 2,3 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Region wirtschaftlich neu zu strukturieren und gleichzeitig die lärmbelastenden Arbeitsplätze, die dadurch wegfallen, zu ersetzen.
Ein digitales Kundenportal für die Antragstellung sowie Workshops und Informationsveranstaltungen der ILB runden das Angebot ab. So wird sichergestellt, dass die betroffenen Unternehmen gut informiert und unterstützt werden. Das unterstützt das Ziel, den Strukturwandel nicht nur zu bewältigen, sondern aktiv Chancen für Wachstum und Innovation zu schaffen.
Insgesamt zeigt der Just Transition Fund eine klare Richtung auf: Die EU und Brandenburg setzen auf den Wandel hin zu einer klimaneutralen Zukunft und eröffnen wirtschaftliche Perspektiven für Unternehmen, die den Herausforderungen des Kohleausstiegs trotzen. Für alle, die sich an diesem Prozess beteiligen und abbrechen wollen, öffnet sich eine neue Welt voller Möglichkeiten. Weitere Details zu den Fördermöglichkeiten finden interessierte Unternehmer auf der Website der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB).